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Schneeflocken

Samstag, 21. Juni 2014

Konfitüre aus Roten Johannisbeeren

Sie sind sauer und wie ich hier schon zu einem anderen Thema geschrieben habe, sauer macht lustig. Doch im Gegensatz zu Sauerampfer ist die Konfitüre aus roten Johannisbeeren eine Delikatesse auf dem Frühstücksbrötchen und rote Johannisbeeren sind äußerst gesund.

Nach dem Hagelsturm, der hier am 23. Mai 2014 niederging, konnte ich gerade mal so viel rote Johannisbeeren ernten, daß ganze zwei Gläser Konfitüre draus wurden. Ich hätte heulen können.

Aber nach dem alten Spruch: "Und immer, wenn Du denkst, es geht nichts mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her", riefen meine lieben Schwiegereltern an und fragten, ob wir einige Beeren pflücken möchten, sie hätten noch so viele und brauchen gar nicht alles. Na, da haben wir natürlich nicht lange überlegt und freudig zugesagt. Es wurde ein lustiger Tag im Garten und dabei heraus kamen fast zwei Wassereimer voll rote Johannisbeeren. Die wollten vertan werden. Und da ich in diesem Jahr schon reichlich Sirup gemacht hatte aber auf Grund der vom Hagel vernichteten Früchte kaum genug Marmelade machen konnte, hab ich beschlossen, aus all den Johannisbeeren Konfitüre zu machen.

Doch vor der Gaumenfreude kommt der Fleiß. Die Beeren wollten alle erstmal abgestriffelt werden, damit kein Grünzeug mehr dran ist. Da haben wir schon einige Stunden damit zugebracht, mit einer Gabel die Beeren von den Stängeln zu entfernen. In meiner großen Tonne, wo ich immer den Sirup und manchmal auch die großen Mengen an Marmelade ansetze, wurden die Beeren dann noch gewaschen, in einem großen Sieb konnten sie schön abtropfen. Die Menge noch wiegen, damit ich den benötigten Gelierzucker und die Zitronensäure ausrechnen konnte. Es waren 7 Kilo Beeren, also brauchte ich 3,5 Kilo Gelierzucker 2:1 und 100 Gramm Zitronensäure.

Die Beeren habe ich in der Tonne zerstampft mit dem Kartoffelstampfer, den Gelierzucker und die Zitronensäure dazugegeben und kräftig gerührt. Das habe ich gleich im Bad gemacht, damit ich in der Wohnung nicht so viele rote Beerenflecken bekomme. Die Badfliesen nehmen ein paar Spritzer nicht übel und ich konnte sie nach der Aktion gut abwischen. Die abwaschbare Tischdecke hat es nicht so einfach hingenommen, da sind heute noch Flecken drauf, die nur sehr schwer abgehen.

Manche machen ja wegen der Kerne lieber Gelee aus den Beeren. Ich habe das auch mal gemacht, schmeckt auch ganz gut. Es ist jedoch kein Vergleich zu einer Konfitüre, wo auch die Kerne mit drin bleiben. Geschmacklich schlägt es den Gelee um Längen, die Konfitüre ist viel kräftiger, absolut lecker!

Ich habe den Ansatz mit den Beeren, dem Zucker und der Zitronensäure 12 Stunden ziehen lassen. So löst sich der Zucker besser auf und es zieht auch schön den Saft, damit die Marmelade auch schön saftig wird. Immer mal umgerührt und dann die Masse in großen Töpfen zum Kochen gebracht, 4 Minuten lang sprudelnd kochen lassen, den Schaum abschöpfen und dann in heiß gespülte Gläser füllen. Den Gläserrand mit einem heißen, sauberen Tuch nochmal abwischen, Twist Off-Deckel drauf und auskühlen lassen. Wie immer natürlich alles ohne Spülmittel machen.



Und so habe ich 25 Gläser Johannisbeerkonfitüre gemacht. Jetzt kann ich mich ganz beruhigt zurücklehnen. Der Jahresbedarf ist nach dem Tannengelee, der 4-Frucht-Marmelade und dem Blütengelee aus Löwenzahnblüten gedeckt. Vielleicht noch ein paar Gläser Holundermus, den ich gerne in den Naturyoghurt rühre, man kann da regelrecht süchtig davon werden, und im Herbst, wenn die Tomaten nicht mehr reif werden sollten, gibts dann vielleicht auch wieder meine Konfitüre aus grünen Tomaten mit Orangen und Zitronen.

Lauter gute Sachen und alles selbst gemacht, rein Bio und absolut lecker, nicht aus dem Supermarkt und alles zu Centpreisen hergestellt. Die Arbeit und die Zeit, die man dafür investiert, darf man nicht rechnen. Wenn man zu Hause ist, hat man die Zeit dafür und es ist sehr erfüllend, wenn man wirklich produktiv wird und mit seiner Hände Arbeit etwas schafft, wovon man sich ernähren kann.

Nach dem Motto: Jeder Euro, den ich nicht ausgebe, ist ein Euro, den ich nicht verdienen muß. Für den ich mir nicht den Arbeitsstreß antun muß, wo ich mir nicht über gierige Chefs Gedanken machen muß, denen der Wert ihrer Arbeitskräfte nicht einen einzigen Gedanken wert sind. Wo ich nicht 10 bis 12 Stunden täglich unterwegs sein muß, um mich dem Molloch zu unterwerfen, wo ich von meinem Lohn auch noch die immer weiter steigenden Benzinkosten investieren muß oder im Winter erstmal die Scheiben frei kratzen muß, damit ich auf Arbeit komme, immer die Angst im Nacken, daß diese Fahrten auch mal auf Glatteis gemacht werden müssen und man vielleicht auch noch im Graben oder im Gegenverkehr landet und man dann auch noch die Kosten für Reparaturen, alle paar Jahre für neue Reifen oder sonstiges hat. Das Auto ist, nur um auf Arbeit zu kommen, ein Faß ohne Boden. Das tue ich mir nicht mehr an. Unser Auto steht im Carprot und wir müssen uns um solche Probleme keine Gedanken machen. Natürlich müssen wir jeden Cent dreimal umdrehen, bevor wir ihn ausgeben und wir müssen uns sehr genau überlegen, wofür wir unser bisschen Geld ausgeben aber bisher haben wir überlebt, wir sind immer satt geworden und haben ein Dach über den Kopf, eine Wohnung, die im Winter warm ist, weil ich selbst Holz suche und säge, wo ich in die Zapfen gehe, um sie zu sammeln und immer darüber nachdenke, welche Alternativen es gibt, um Geld zu sparen.

Es mag vielleicht Leute geben, die der Meinung sind, daß wir arm sind.

Ich sage: Wir sind reich. Wir führen ein glückliches und erfülltes Leben, wir essen natürliche Lebensmittel, die uns ein gesundes Leben ermöglichen. Wir sind zufrieden, mit dem, was wir haben.
Und: Wir haben uns.
Das ist weit mehr, als so Mancher von sich behaupten kann, weil er einem Leben nachläuft, was ihn nicht glücklich macht und seinen Tribut zollt, was die Familie und die Gesundheit zerstört.

Denken Sie darüber nach, was im Leben wirklich wichtig ist! Ich bin aus diesem falschem Leben ausgestiegen und ich habe es noch nie bereut.



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