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Schneeflocken

Donnerstag, 28. August 2014

Obstfliegen und der Staubsauger

Jedes Jahr um diese Zeit geht es los - Die Obstfliegen sind plötzlich da.

Wie aus dem Nichts tauchen sie in Scharen auf und genauso schnell sind sie manchmal auch wieder weg. Die Reste eines geschälten oder vom Kerngehäuse befreiten Apfels, Pflaumenkerne o.ä. sollte man allerdings nicht einfach so in einer Abfallschale liegen lassen. Für die Obstfliegen ist es das gefundene Fressen.
Im Sommer hat man lediglich die Wahl zwischen "Pest und Cholera". Läßt man die Obstreste bis zum nächsten Gartengang in der Küche, so hat man die Obstfliegen scharenweise eingeladen, gibt man die Reste auf dem Balkon in einen Abfallbehälter, da kommen schon die Ameisen und machen sich darüber her. Egal wie man es macht, man macht es falsch und hat irgendwelches Viehzeug um sich herum. So ist das nun mal im Sommer, irgendwas passt einem immer nicht.

Da bleibt nur Eines: Nach jedem Obstessen in den Garten gehen und die Reste gleich im Kompost zu versenken. Dort ist es egal, ob da ein paar Obstfliegen herumschwirren oder nicht. Aber wer will schon nach jedem Essen in den Garten wandern?

Wenn erstmal diese kleinen Tierchen da sind, weil man eben grad mal keine Lust hatte, in den Garten zu gehen, will man sie gerne so schnell wie möglich wieder loswerden. Leichter gesagt als getan. Doch es gibt da eine Möglichkeit, wie man von jetzt auf gleich die kleinen Mitbewohner auf Zeit, verbannen kann:

Der Staubsauger

Den Staubsaugerfuß vom Rohr entfernen, denn den braucht man nicht. Staubsauger anschalten, das Rohr dorthin halten, wo die kleinen Flitzpiepen sitzen und weg sind sie...

Für mich ist das die schnellste, einfachste und vorallem die erfolgreichste Lösung gegen Obstfliegen. Da braucht man keinerlei andere Drogerieprodukte zu kaufen, wo man nicht weiß, wieviel und vorallem, welche Chemie da wieder drin ist. 
Auch so kann man sich das Geld für angepriesene Produkte, die allesamt nach dem Motto: "Mußt Du haben" verkauft werden, sparen. Und die paar Sekunden für den Stromverbrauch lassen sich, denke ich, verschmerzen. 
Schnell, einfach und weg sind sie. So muß es bei mir funktionieren.

Eure Petra K.

Dienstag, 26. August 2014

Orchideen - Segen oder Fluch

Die Einen lieben sie, die Anderen halten sie für die kompliziertesten Blumenpflanzen, die es gibt. Orchideen.

Mein Mann zählt zur ersten Kategorie, ich zur zweiten.

Seit Jahren schon üben wir uns in der Kunst, die Orchideen zahlreich blühend und sattgrün im Blattwerk zu bekommen und zu erhalten. Mein Mann hat diesbezüglich eine Unmenge an Geduld, ich hätte so Manche schon längst über Bord geworfen. So ist das eben in der Ehe. Wir ergänzen uns ganz hervorragend in unseren Stärken und Schwächen. Und wer das für sich erkennt und nicht versucht, den Anderen nach seinem Bild umzuerziehen, der wird auch stets eine gute Ehe führen. Auch diese Einsicht bedarf einer gewissen Reife, doch das soll heute nicht das Thema sein.

Zurück zu den Orchideen. Jahrelang hat mein Mann diese Pflanzen gehegt und gepflegt und sie so behandelt, wie er hier oder da die als "absolut gelingsicheren Tipps" erhalten hat.
Nichts von all dem hat die Orchideen so erhalten, daß sie langanhaltend blühen, sattgrüne, feste Blätter haben oder die so wichtigen Luftwurzeln weiterwachsen oder zumindest erhalten bleiben.
In einem Blumengeschäft hat uns einmal eine Verkäuferin gesagt: "Wenn die Orchidee gelbe Blätter bekommt oder die Luftwurzeln welken, dann bekommt sie zuviel Wasser." Auch eine Logik, die man erstmal verstehen muß. Der prompte Versuch, weniger Wasser zu geben, ging voll nach hinten los, die Orchidee ging systematisch ein.

Er hat es mit einmal wöchentlich tauchen versucht, er hat die Blätter nur besprüht, er hat mit Mineralwasser gegossen und was weiß ich nicht noch alles. Es hat alles nichts genützt, die Orchideen segneten, nach einer gewissen Frist der vorgezogenen Blüten durch die Hersteller, das Zeitliche.

Doch nun scheint er etwas gefunden zu haben, womit die Orchideen gut zurecht kommen. Aller ca. 4 bis 5 Tage schüttet er eine kleine Wasserschale voll zimmerwarmen Wassers über das Substrat und läßt es durchlaufen. Das so durchgelaufene Wasser fängt er im Topf wieder auf und gießt es erneut über das Substrat und das macht er solange und an jeder Stelle des Substrates, bis sich alles ordentlich vollgesogen hat. Ein Düngestäbchen darf auch im Substrat drin stecken.
Wenn es sehr warm ist und die Luftfeuchtigkeit unter 50 % liegt (wir haben dafür extra einen Feuchtigkeitsmesser), dann wird auch mal die Pflanze von oben auf die Blätter (nicht auf die Blüten) und in den Wurzelbereich mit Wasser besprüht. Zusätzlich steht auch immer eine Schale mit Wasser neben den Orchideen. Das hilft für eine höhere Luftfeuchtigkeit. Die Pflanzen stehen immer an einem Ostfenster, damit sie keine volle Sonne kriegen. Erst, wenn die Heizperiode wieder beginnt, müssen sie dort weichen, weil unter dem Ostfenster der Heizköper hängt und das mögen sie nicht. Dann kommen sie an das Westfenster.

Und siehe da: Die Orchideen setzen neue Blüten an, sind stark und kräftig, das Blattwerk ist herrlich grün, die Blätter selbst sind nicht mehr so verschrumpelt, wie sie das früher nach den bisherigen Pflegemethoden waren, sie sind sattgrün und schön kräftig. Die Pflanzen setzen neue Blüten an, die auch schön weiterwachsen und vertrocknen nicht mehr. Die Luftwurzeln im Wurzelbereich sind jetzt auch kräftig grün und nicht mehr vertrocknet, wie sie das früher immer waren. Und das alles nur, weil das Substrat immer schön feucht gehalten wird und trotzdem nichts unter Staunässe leidet.

Ja so machen doch sogar mir die Orchideen Freude.

Ein Hoch auf den grünen Daumen meines Mannes...



Nachtrag 30.01.2015:
Das Substrat, die Luftwurzeln und die Blätter der Orchideen werden bei uns jetzt täglich einmal mit zimmerwarmen, abgestandenem Wasser besprüht. So bleiben die Luftwurzeln und die Blätter schön grün und saftig.
  

Freitag, 22. August 2014

Graue Wäsche wird weiß

Heute hatte ich Waschtag. Betten abgezogen, Schlafzimmer sauber gemacht, die Bettwäsche in die Waschmaschine, 60 Grad, los gings. Das war heute Morgen 8 Uhr. Und weils so schön sonnig war, kamen auch gleich noch die Bettdecken in die Waschmaschine. Der Sommer scheint vorbei zu sein und nachts wird es schon ganz schön kühl, zumindest bei so leichten Decken, wie wir sie im Sommer haben. Alles war durchgeschwitzt, Zeit für die Waschmaschine. Ein Blick auf die Waschhinweise, weil ich mir das eh nie merken kann, wie man die eine oder andere Decke wäscht. 95 Grad, na das muß dann ja doch nicht sein, 60 Grad müssen reichen. Da kann ich noch die Unterwäsche mit rein packen. Gesagt getan.

Doch etwas habe ich heute anders gemacht als sonst. Ich habe nicht nur mein mit Natron gestrecktes Waschpulver genutzt. Zum ersten Mal hab ich, weil es weiße Wäsche war, auch noch einen Eßlöffel Zitronensäure gleich in die Maschine gegeben. Sonst nehme ich die Zitronensäure als Weichspülerersatz, immer einen knappen Eßlöffel. Da wird die Wäsche mindestens genauso gut und so weich, als wenn man Weichspüler nimmt. Nur, daß eben die Zitronensäure, die wir immer gleich kiloweise und damit seeehr günstig einkaufen, im Vergleich zum gekauften Weichspüler viiiel billiger ist. Und wieviel Chemie sich im gekauften Weichspüler befindet und mit wieviel dieser Chemie wir uns tagtäglich umgeben, weil wir eben die Chemie im wahrsten Sinne des Wortes täglich auf der Haut tragen, die ja unser größtes Organ ist und auch alles aufnimmt, was wir auf ihr tragen, darüber will ich gar nicht nachdenken. Grund genug, um den Weichspüler aus unserem Leben zu eliminieren.

Zitronensäure ist ein hervorragender Weichspülerersatz.

Aber ich habe nicht nur aus besagten Gründen den Weichspüler eliminiert, ich habe auch den Kalklöser eliminiert. Wir haben hier recht hartes Wasser, Kalklöser ist also schon erforderlich, wenn man die Waschmaschine noch recht lange haben will. Aber wer sagt denn, daß man dazu unbedingt Kalklöser kaufen muß, den es in den einschlägigen Drogerien gibt? Und ein Blick auf die Zutaten dieser Chemiebomben läßt nur einen Schluß zu: Da muß eine Alternative her.

Und diese Alternative hieß für mich vor einigen Monaten: Zitronensäure!
Sie wird, soweit ich das weiß, aus reinen Zitronen gewonnen, also ein Naturprodukt. Und ein Naturprodukt hat alle Chancen, mein Badezimmer und die Waschmaschine zu erobern.

Heute habe ich den Test gemacht. Eeeeendlich war das Chemiezeug alle und ich habe bei den Bettdecken Zitronensäure als Wasserenthärter nutzen können.
Die Zitronensäure hat in Verbindung mit dem Natron, womit ich das Waschpulver 50:50 strecke, ganze Arbeit geleistet. Und wer mal seinen Abfluß mit Natron gereinigt hat, der wird wissen, wie das spudelt und zischt. Und zusätzlich die Zitronensäure; da geht aber die Post ab...

Leute, ich hatte noch nie sooooo weiße Wäsche, wie heute auf der Leine. Sie roch frisch nach Sommer und war schön weich. Nix mehr mit einem verwaschenen fast weiß, es ist ein strahlendes Weiß, wie in der Werbung. Allerdings weiß ich gar nicht mehr, was heutzutage in der Werbung beworben wird, weil wir schon seit mindestens 5 Jahren kein Fernsehen mehr schauen und dadurch herrlich ruhig leben.

Fazit: Test bestanden! In Zukunft kommt bei heller 60 Grad-Wäsche immer ein Löffel Zitronensäure direkt in die Trommel, denn bei diesem strahlenden Weiß kommt doch Freude auf und das ist immer gut.

Eure Petra K.

    

Dienstag, 19. August 2014

Brötchen einfach selbst backen

Schon lange habe ich mich regelrecht davor gedrückt, selbst Brötchen zu backen, denn der erste Versuch, den ich vor ca. 2 Jahren mal gemacht habe, ging absolut "in die Hose". Die Dinger waren so bretthart, daß ich sie nicht mal zu Semmelmehl reiben konnte. Ich hab sie dann in den Ofen geworfen und verbrannt, denn für den Kompost ist ja Hefe nicht wirklich zu empfehlen. Die hilfreichen Kompostwürmer würde es regelrecht auftreiben und sie würden zerplatzen. Und das will ich bei diesen lustigen Helfern ja nun wirklich nicht, zu wertvoll sind sie mir, daß ich aus Gartenabfällen gute Humuserde bekomme.

Auf der anderen Seite krieg ich jedes Mal Zustände, wenn ich sehe, daß die Brötchen immer teurer werden. Und schneidet man die Brötchen dann auf, sieht man viel Luft und etwas Teig drumrum.
So sieht heutzutage ein Bäckerbrötchen von innen aus:

 Viel Luft und etwas Teig drumrum!

Nein, das muß ich nicht haben. Ich mußte herausfinden, wie es geht, Brötchen selbst zu machen, die auch noch gut schmecken und wo man davon auch satt wird. Und natürlich sollte das in einem finanziellen Rahmen bleiben, wo man auch mit wenig zur Verfügung stehendem Geld auskommt.

Also: Billige, wohlschmeckende Brötchen, für die man nicht noch extra Spritkosten investieren muß, um sie auf den Tisch zu bringen, weil man jeden Tag frische Brötchen möchte.
Bäckerpreis: Eine Semmel = 40 Cent (Tendenz steigend). Das galt es zu toppen.

Und ich habe es geschafft. Mal ganz grob gerechnet, hab ich gestern Brötchen für max. 10 Cent das Stück gebacken. Und da sind schon die Spritkosten zum Einkaufen der Zutaten und auch die Energiekosten mit drin. Geht doch! 50 % gespart. Und wenn ich noch etwas dran feile, dann bringe ich diese Kosten sicher noch etwas runter. Das Ziel: 5 Cent pro Brötchen, das muß doch erreichbar sein. Und daß es geht, sieht man hier: https://www.youtube.com/watch?v=NotqJc0khQA

Diese Zutaten habe ich gebraucht:

500 gr. Weizenmehl (Typ 405) - ja es gibt besseres Mehl, hatte ich aber nicht
10 gr. Butter (Margarine ist Schmiermittel, was aus Plastik hergestellt wird-also bitte NICHT)
10 gr. Salz
1 Pck. Trockenhefe
300 ml. lauwarmes Wasser
1 Eigelb
ca. 2 EL Olivenöl
ca. 3 EL Milch

Und so hab ich die Zutaten verarbeitet:

In einer großen Schüssel das Mehl, das Salz und die Trockenhefe hineingeben und umrühren. Die Butter unterkneten. Das lauwarme Wasser zufügen und entweder mit Hand oder mit dem Rührgerät kneten. Erst langsam, dann noch mal schnell.  
Die Masse mit einem Geschirrtuch (besser allerdings mit einer Folie) zudecken und zimmerwarm gehen lassen (man kann es günstiger Weise auch am Fenster in die Sonne stellen, geht schneller). Das kann ca. 1 bis 2 Stunden dauern, je nach Temperatur. Der Teig muß mindestens um das doppelte aufgehen.
Dann den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche schleifen. Das geht so: http://www.chefkoch.de/forum/2,37,67109/Anleitung-Wie-formt-man-Broetchen-quot-wie-vom-Baecker-quot.html

Zum Brötchen formen hab ich mich für die Variante Nr. 3 entschieden, nämlich eine Teigplatte zu machen und diese zusammenzurollen, die "Naht" nach unten auf das Backblech legen. Bei mir sah es  dann so aus:

 
Ja, ich weiß, es hätten gleichmäßigere Stücke sein können aber es hat funktioniert. Und das war doch erstmal wichtig.

Die Teigrohlinge hab ich dann wieder mit der Folie zugedeckt und erneut auf dem Backblech gehen lassen (wieder bis zur doppelten Masse). Das kann wieder 1 bis 2 Stunden dauern, je nach Zimmertemperatur.
Wenn die Rohlinge wieder mindestens um das doppelte aufgegangen sind, werden sie mit dem verquirlten Eigelb, dem Olivenöl und der Milch eingestrichen. Das bringt die Farbe auf die Brötchen.
Die bestrichenen Teigrohlinge kommen nun mit dem Backblech in den auf 230 Grad vorgeheizten Backofen auf die mittlere Schiene. Nach ca. einer Minute wird ca. 250 ml. kochend heißes Wasser auf den Boden des Backofens geschüttet und sofort wieder die Tür geschlossen, es muß drin dampfen. Das wird bis zu 3 Mal innerhalb der ersten 5 Minuten gemacht. Nach den ersten 10 Minuten die Temperatur auf 200 Grad herunterdrehen. Insgesamt werden die Brötchen 20 bis 30 Minuten gebacken.

Und fertig sind die Frühstücksbrötchen.

Ich finde, für den ersten halbwegs gelungenen Versuch, sieht es doch ganz annehmbar aus, oder?

Gestern abend haben wir den Test gemacht. Ich hätte sie noch etwas mehr gehen lassen können, dann wären vielleicht sogar noch ein bis zwei Brötchen mehr herausgekommen. Aber geschmacklich waren sie ganz gut und auch besser als die Löchermasse vom Bäcker. Man wird davon generell auch satt, weil man eben Teig im Mund hat und nicht nur Luft.

Auf alle Fälle waren sie preiswerter als Bäckerbrötchen und mit der Zeit lernt man auch die Feinheiten. Ich habe mich herangetraut und das ist das Wichtigste. Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen und auch der Bäcker hat mal als Lehrling angefangen.

Nur Mut! Das wird schon...

Eure Petra K., die ihre Brötchen nun nur noch selbst bäckt und sie dann einfrostet, damit sie morgens immer frisch sind.



PS: Hier noch ein Video zum Thema Brot und Brötchen backen und schleifen:
https://www.youtube.com/watch?v=1DitbvX9hAg


Montag, 18. August 2014

Wiesenchampignons - es gibt sie noch

Gestern nachmittag haben wir einen kleinen Sonntagsspaziergang gemacht. Eigentlich wollte ich nur sehen, wie weit die Holunderbeeren sind, doch es wird wohl doch noch ca. 1 bis 2 Wochen dauern, bis sie erntereif sind.

Aber wie das eben so ist: Unverhofft kommt oft.

Wir laufen so auf dem Gehweg in Richtung Wald und plötzlich stehen da einige herrlich große Wiesenchampignons im Gras. Ich hab natürlich schnell geprüft, ob es auch keine Verwechslung mit dem Karbolegerling ist oder vielleicht gar mit dem Knollenblätterpilz aber nichts dergleichen, es waren Wiesenchampignons.

 

Fünf herrlich große Pilze. Solche Exemplare habe ich zuletzt in meiner Kindheit gesehen, es gab sie damals noch in Massen hinter unserem Haus. Da war eine große Wiese und auf dieser Wiese jedes Jahr die schönsten Wiesenchampignons. Doch als immer mehr mit Kunstdünger angefangen wurde, verschwanden sie nach und nach. Irgendwann gab es keinen einzigen Wiesenchampignon mehr.

Und nun finden wir sie wieder, einfach so, und das, obwohl wir schon jedes Jahr diesen Weg mehrfach gegangen sind, auch in der Pilzsaison. Wir haben noch nie welche gesehen. Umso größer unsere Freude. Die Natur ist eben doch stärker. Zwei haben wir stehen gelassen, die waren schon etwas angemaucht, sie können nun ihre Sporen streuen und dafür sorgen, daß es auch zukünftig hier wieder Wiesenchampignons gibt.

Doch die 3 guten Pilze haben wir mitgenommen. Daraus wurde unser gestriges Abendessen.

Ich hab die Pilze geputzt und geschnipselt, dann wurden in einer Pfanne einige gewürfelte Speckstückchen ausgelassen. Die in Würfel geschnittene Zwiebel wurde glasig angebraten, die Pilze dazugegeben und mit Salz und Pfeffer gewürzt. Und weil es natürlich nicht die großen Pilzmengen waren, haben wir noch drei Eier verschlagen und in der Pilzmasse stocken lassen. Fertig war das Abendessen, was uns die Natur so unvermutet zukommen ließ.

Fazit: Ein Spaziergang in die Natur ist immer eine Erfahrung wert. Und manchmal hat man auch ein hervorragendes Essen davon.


 

Und daß es keine giftigen Pilze waren, das merkt Ihr schon, sonst könnte ich jetzt nicht diesen Post schreiben.

Vielleicht findet Ihr ja auch mal wieder Wiesenchampignons.
Viel Glück!

Guten Appetit!
Eure Petra K.




Sonntag, 17. August 2014

Gewürzgurken selbst gemacht

Heute vormittag mußte ich nochmal straff rotieren. Die Schwiegereltern hatten uns wieder mit Gurken versorgt und auch unsere Gurken aus dem Garten wollten verarbeitet werden. Deshalb gab es gestern und heute auch wieder unsere heiß geliebten Schmorgurken als Mittagessen. Dabei haben wir schon mal 5 Gurken vertan.

Gestern habe ich nochmal unsere leckere Tomatensoße gekocht. Damit sie schön durchziehen kann, hab ich sie bis heute früh stehen lassen und dann in die Gläser verfrachtet, um sie als Wintervorrat einzukochen. Ich hätte die Gläser ja auch in meinem großen Topf einkochen können aber da ich noch die restlichen Gurken zu Gewürzgurken verarbeiten wollte, hab ich mir gedacht, daß es dann doch besser und vorallem mit Blick auf die Stromkosten ökonomischer ist, gleich noch die Gewürzgurken zu machen und dann alles gesammelte Werke im Backofen einzukochen. Und genau so hab ich es dann auch heute vormittag gemacht.

Nachdem ich vor ein paar Tagen schon mal Gewürzgurken gemacht hatte, hab ich mir so gedacht, daß es ja eigentlich ganz einfach ist, den Gurkenüberschuß so zu verarbeiten und als Vorrat zu sehen, wenn es mal keine frischen Gurken gibt.
Wir essen auch gerne mal marinierten Hering mit Salzkartoffeln und in diese Heringssoße kommen bei uns immer noch zusätzlich saure Gurken mit rein. Mit dem Gurkensud verdünnen wir immer die Soße.
Asche auf mein Haupt: Ja, der marinierte Hering ist aus dem Supermarkt und ich schau lieber gar nicht so genau auf die Zutatenliste der Verpackung, weil ich diese Litanei von Chemie manchmal gar nicht sehen will. Doch bis jetzt konnte ich mich noch nicht dazu aufraffen, marinierte Heringe selbst zuzubereiten aber wie ich mich kenne, kommt das auch noch. Die Gewürzgurken hab ich schließlich auch jetzt das erste Mal gemacht. Irgendwann ist alles das erste Mal. Der marinierte Hering bekommt also sicher auch noch seine Chance, hausgemacht verarbeitet zu werden.

Aber zurück zu den Gewürzgurken. Ich liebe es, Gemüse zu schnipseln und die Zutaten bereit zu legen. Ist herrlich entspannend, wie Meditation. Man kann sich auf das Gemüse konzentrieren und kriegt damit den Kopf frei. Die Gedanken, die mich sonst den ganzen Tag in Beschlag nehmen, haben keine Chance. Einfach herrlich. Also, wer ein Problem damit hat, abzuschalten oder viel grübelt, was wohl irgendwann sein wird oder auch nicht, dem lege ich ans Herz, Gemüse zu schnipseln. Das ist die Zeit, um abzuschalten und ein gesundes Essen kommt auch noch dabei heraus. Das ist doch was, oder?

Hier sind die Zutaten für meine Gewürzgurken:

5 Gurken (ca. 2 Kilo)
1 L Wasser
400 ml Kräuteressig
400 ml Branntweinessig (oder weißer Balsamico)
2 EL Himalaya-Salz
400 gr Zucker

Gewürze pro Glas (je nach Größe des Glases):

2 - 3 Pimentkörner
2 - 3 Wacholderbeeren
1 TL Senfkörner
4 - 6 Pfefferkörner ganz
1 Dillblüte
5 - 6 kleine Stücke Dillkraut (je 3 - 4 cm lang)
ca. 1/2 Zwiebel in Scheiben geschnitten
ein kleines Stückchen Chillischote od. einige getrocknete Chilliflocken
1/2 Knoblauchzehe
2 - 3 große Blätter Estragon oder eine kleine Prise getrockneter Estragon
eine kleine Prise getrocknetes Bohnenkraut


Und so hab ich es zubereitet:

Die Gurken waschen und einige Zeit wässern. Das Wasser mit dem Essig, Salz und Zucker zum Kochen bringen und von der Heizplatte nehmen. Die Gläser heiß waschen (ohne Spülmittel). Die Gewürze jeweils in die Gläser füllen. Dann die Gurken aufschneiden und die Körner ausschaben. Die Gurken in kleine Stücke schneiden, wenn es große Salatgurken sind. Immer mal am unteren Glasboden mit dem Handballen das Glas anklopfen, damit die Gurkenstücke zusammenrotten. Den Sud mit einem Einfüllstutzen oder einem Filter in das Glas geben, bis unter den Rand des Glases. Dabei müssen die Gurkenstücken völlig mit Sud bedeckt sein. Den Glasrand nochmals mit einem heißen, sauberen Lappen abwischen, den heiß gespülten Deckel drauf, zuschrauben.

Im Backofen das Kuchenblech auf die unterste Schiene einschieben, 1 Liter Wasser auf das Kuchenblech geben. Die Gläser drauf stellen und bei 100 Grad 1 bis 1,5 Std. (je nach Größe der Gläser) einkochen.
Die Menge an Gurken ergibt ca. 6 Gläser mit 1 Liter Fassungsvermögen. Nach dem Einkochen die Gläser mind. 4 Wochen ruhen lassen, damit alles schön durchziehen kann.


Ich hatte noch einen Rest von der gelben Zucchini übrig, der kam zur optischen Aufwertung und zur Resteverwertung mit in die Gläser. Wenn man Wert auf die Optik legt, kann man auch ein paar Stückchen Paprika mit in die Gläser geben. Süß-saurer Paprika ist auch sehr lecker.
Übrigens lege ich mit diesem Sud-Grundrezept auch sonstiges Gemüse süß-sauer ein, z.Bsp. Möhren, Blumenkohl, Zucchini, Auberginen, Zwiebeln, Pilze etc. Das schmeckt als mixed Pickels ganz lecker. Ein Butterbrot dazu mit einigen Krümel Himalaya-Salz drauf - hmmmm..... Da braucht man keine teure Wurst zum Abendessen.
Sicher, man könnte auch ein Glas Gewürzgurken im Laden kaufen, die sind ja spottbillig mitunter. Aber mal ehrlich: Selbst gemacht, das hat doch was. Das ist doch eine ganz andere Liga. Und: Man weiß, was drin ist!

Und wenn etwas Gurkensud übrig bleibt, dann wird er eingefrostet. Damit kann man dann schon wieder kleinere Mengen an Süß-Saurem verarbeiten, ohne neuen Sud ansetzen zu müssen.



Guten Appetit!

Eure Petra K.

Nachtrag 18.08.2014:
Ich habe bei der Methode, die Gläser im Backofen einzukochen, festgestellt, daß die Gläser nach dem Auskühlen noch Bläschen im Kochgut gebildet haben. Daher hab ich die Gurkengläser vorsichtshalber doch noch mal für reichlich 30 Minuten im großen Kochtopf eingekocht.
Mir ist es zwar unverständlich, da wir während des Auskühlens die Gläser knacken gehört haben, es sich somit schließlich vakuumiert hat. Wieso da noch Bläschen hochgestiegen sind, kann ich nur schwer erklären. Aber bevor mir die ganzen Gurken "hochgehen", mach ich es lieber nochmal im Topf. Da hat es bei mir immer funktioniert. Ich werde sehen, ob es klappt.

Probieren geht über studieren!
Eure Petra K.


 

Samstag, 16. August 2014

Kürbisse lassen auf gute Ernte hoffen

Auch wenn ich im Allgemeinen mit den diesjährigen Ernteergebnissen noch nicht zufrieden bin, es gibt in jedem miesen Gartenjahr immer etwas, was gut wächst. Und vielleicht mußte ich ja genau diese Einsicht erhalten. Vielleicht muß ich lernen, Geduld zu haben, mich mit dem, was die Schöpfung hervorbringt, zufrieden zu geben, weil es vielleicht genau das ist, was ich in diesem Jahr brauche, um bestimmte Erfahrungen zu sammeln. Es heißt ja immer, daß wir hier in dieser Inkarnation sind, weil wir "reifen" sollen und in ein tieferes Bewußtsein hineintauchen sollen. Nun gut, lassen wir also das alles mal so im Raum stehen.

Da ich noch nie Kürbisse angebaut habe, ist es wohl demnach an der Zeit, daß ich mich genau damit beschäftigen soll, was man alles aus Kürbissen so machen kann. Ist ja irgendwie auch spannend. Im Laden kaufen kann schließlich Jeder.

Es ist mir doch tatsächlich gelungen, 3 Kürbispflanzen vor dem unendlichen Appetit der Schnecken zu retten. 3 Pflanzen, die ich in eines unserer Regentonnen-Hochbeete versetzt habe und die sich seitdem für diese Rettungsaktion wohl zu bedanken scheinen. Doch sehen Sie selbst, wie sich meine Kürbispflanzen entwickelt haben:

Hier sieht man noch die kleinen, zarten Pflänzchen, die ich auf dem Komposthaufen gesät hatte,
 sie waren zuuuu attraktiv für die Schnecken und mußten gerettet werden


Im Regentonnen-Hochbeet fanden sie ihr neues "Zuhause" und sie haben es gut angenommen und
sind prächtig angewachsen


Hier sieht man schon, wie sie kräftig gewachsen sind


Das Regentonnen-Hochbeet ist hier schon kaum noch zu erkennen
Eine Kürbispflanze hat sich schon den Weg in den Garten gebahnt (rechts mittig im Bild zu sehen)


Die erste Kürbisblüte ist aufgegangen
Noch war es nur eine männliche Blüte aber auch die Männchen werden für die jungen Früchtchen gebraucht ;-))


Mitte August sieht man nun die Fruchtansätze und daran die weiblichen Blüten


Und die Kürbisse wachsen recht schnell zu stattlicher Größe heran
Ich habe inzwischen ca. 10 Früchte entdeckt und hoffe, daß sie alle groß und stark werden

Die Kürbisse, die man hier sieht, sind von der Sorte Butternut. Eine sehr gute Sorte. Ich hatte im letzten Jahr mal einen solchen Kürbis gekauft und mir die Samen davon aufgehoben, weil dieser Kürbis geschmacklich ganz vortrefflich ist. Meiner Meinung nach viel besser, als der vielgelobte Hokkaido-Kürbis. 
Der Butternut ist länglich und hat unten eine kleine Kugel dran, das kann man hier im Bild schon gut  sehen. Er ist nicht so riesig, also gut als Mahlzeit für 2 Personen geeignet. Er hat auch nur wenige Kerne. Wenn ich in dem Kürbis damals 10 Kerne hatte, waren es viel. Und im Geschmack ist er herrlich aromatisch, leicht cremig. Ganz wunderbar. Man muß ihn allerdings schälen, das geht aber sehr gut, die Schale ist nicht so hart.

Verarbeitet habe ich den Butternut-Kürbis damals als eine Kürbis-Apfel-Ingwer-Suppe. Ich könnte mir heute noch die Finger danach abschleckern, so gut hat das geschmeckt.
Und da man diese Kürbisart wohl ca. 1 Jahr lang ohne Probleme aufbewahren kann (ich hatte ihn ca. ein halbes Jahr aufgehoben, ehe wir ihn verarbeitet hatten), läßt meine hoffentlich ausreichende Ernte auf stetigen Gaumenschmaus hoffen.

Hier ist das Rezept, nach dem ich die Kürbis-Apfel-Ingwer-Suppe gekocht habe:
http://www.chefkoch.de/rezepte/868451192271234/Kuerbissuppe-mit-Apfel-Chili-und-Ingwer.html

Na dann, Guten Appetit und viel Spaß beim Nachkochen.

Denn: Kürbisse sind nicht nur für Halloween gedacht.
Lebensmittel sollte man auch in erster Linie als Mittel zum Leben betrachten und nutzen. Und für meinen Konsumboykott ist er natürlich hervorragend geeignet. Viel Masse, die mich außer dem Kürbis aus dem letzten Jahr nichts gekostet hat und die nun in diesem Jahr mit etwas Gartenglück zu vielen Mittagsessen reichen wird. Was man sonst noch so draus machen kann, damit werde ich mich in diesem Jahr noch beschäftigen. Saft? Überbacken? Mal sehen, was ich so finde und vorallem muß ich erstmal sehen, wieviel ich letztendlich überhaupt ernten werde. Natürlich werde ich davon berichten. Und vielleicht, wenn ich es nicht vergesse, gibt´s auch wieder ein Foto von der Kürbisernte. Noch ist es ja nicht soweit.

Also bis dahin
Eure Petra K.



Freitag, 15. August 2014

In eigener Sache

Seit mehreren Wochen stelle ich fest, daß mit meinem eigenen Account sehr viele Zugriffe auf mein Blog erfolgen. Diese Zugriffe erfolgen in Intervallen, sowohl zu Zeiten, an denen ich gar nicht am Computer sitze und auch zu Nachtzeiten, wenn ich meine wohlverdiente Nachtruhe halte. Da ich zu diesen Zeiten wohl kaum auf mein Blog zugreifen kann, stellt sich die Frage:

Wer greift mit meinem Account auf mein Blog zu, wenn ich es selbst nicht bin und auch kein Familienmitglied in diesen Zeiten auf mein Blog zugreift?

Ich muß also davon ausgehen, daß mein Account gehackt wurde und von kontrollsüchtigen Mächten, welche die technischen Mittel und Möglichkeiten dazu haben, auf mein Blog zugreifen. Daß dies in unserem Land an der Tagesordnung ist, ist längst kein Geheimnis mehr und auch keine Verschwörungstheorie (siehe NSA-Affäre).

Wie bereits auch Andere erfahren mußten, ist es unter diesen Umständen auch möglich, daß mit Hilfe meines Accounts Spammails etc. verschickt werden, welche nicht von mir verschickt werden oder wurden, sondern von diesen unbekannten (oder auch bekannten) Mächten und deren Lakeien.

Sollten bei meinen werten Lesern oder auch bei mir unbekannten Personen Spammails o.ä. unbeauftragt eintreffen, so distanziere ich mich bereits hier im Vorfeld von den mir unbekannten Inhalten.

Sofern Sie den Verdacht haben sollten, daß bei Ihnen solche, nicht von mir beauftragte Post eintrifft, bitte ich Sie um eine kurze Information, damit ich rechtliche Schritte gegen diese Kräfte einleiten kann.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.
Eure Petra K.

Mittwoch, 13. August 2014

Estragon getrocknet - die volle Würzkraft

Ich hatte ja hier schon erwähnt, daß ich Mittel und Wege zur Verarbeitung von Estragon gesucht hatte. Der Estragon-Wald im Garten mußte unbedingt gelichtet werden.

Da nun aber mein Experiment von Estragon-Pesto doch eher nach hinten losgegangen ist, hatte ich mich dazu entschlossen, den restlichen Estragon aus eigener Ernte doch lieber zu trocknen.
Nun hatte ich bereits im Vorfeld schon öfters gelesen, daß getrockneter Estragon wohl kaum noch Würzkraft haben soll. Bisher hab ich sowas meist geglaubt, warum sollte ich es auch nicht glauben? Das Trocknen von Kräutern ist keine Wissenschaft und soviel kann man da wahrlich nicht falsch machen, daß es da megamäßige Unterschiede im Ergebnis geben könnte. Doch ich hatte mich da gewaltig geirrt.

Wenn ich einen Tipp an alle Estragon-Liebhaber geben kann, dann ist es dieser:

Glauben Sie nie etwas, was man irgendwo im Internet oder in sonstigen Medien schreibt oder sagt!
Und dieser Tipp bezieht sich keinesfalls nur auf die Würzkraft der Kräuter. Wer hier schon länger mitliest, wird wissen, wie ich das meine...

Aber zurück zum Estragon. Da ich soviel hatte, hab ich mich dann doch dazu entschlossen, ihn zu trocknen. Wenn er dann eben keine Würzkraft mehr hätte, dann könnte ich ihn ja immer noch auf den Kompost werfen, so hab ich zu mir gesagt.

Versuch macht klug(ch)!

Was mir nach dem Trocknen für eine gewaltige Würzkraft entgegenschlug, das hätte ich in meinen kühnsten Träumen nicht erwartet.
Also wenn irgendjemand mal an verstopfter Nase leidet, ich würde ihm empfehlen, die Nase mal über getrockneten und gerebelten Estragon zu halten, zumindest, wenn es welcher aus dem eigenen Garten ist. Oder einfach selbst getrockneten Estragon mit den Händen rebeln. Was da passiert, grenzt schon an ein Wunder.
Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, wie jemand darauf kommt, daß getrockneter Estragon keine Würzkraft mehr haben soll. Liegt es an der industriellen Verarbeitung? Oder schreibt da nur Einer vom Anderen ab, ohne es je ausprobiert zu haben? Ich habe keine Ahnung.

Getrockneter und gerebelter Estragon hat die volle Durchschlagekraft bei verstopfter Nase und ich weiß, wovon ich rede, da ich immer nur max. ein Nasenloch als frei bezeichnen kann, das andere ist immer zu. Mal das Eine und mal das Andere, das hängt davon ab, wie ich mich bewege. Wenn ich kopfüber arbeite, dann krieg ich durch keines mehr Luft, muß nur durch den Mund atmen, sobald ich wieder hochkomme, geht das eine oder das andere Nasenloch wieder auf. Was soll´s, ich hab mich dran gewöhnt, daß es so ist.

Doch beim Rebeln des Estragon fing meine Nase zu "laufen" an, wie ich das schon lange nicht mehr gekannt habe. Die Nase wollte sich gar nicht wieder einkriegen, ich hab den ganzen Nachmittag noch den Duft von Estragon in der Nase gehabt und ein Taschentuch nach dem anderen verbraucht. Es war so, als ob meine Nase den Unrat von Jahren loskriegen wollte. Und das alles wegen Estragon, der angeblich im getrockneten Zustand kaum noch Würzkraft haben soll.

Mein Fazit: Das ist die volle Power!

Ich hab den gerebelten Estragon dann abends noch gemahlen, in einer alten elektrischen Kaffeemühle, die ich nur noch zum Mahlen meiner Kräuter nehme. In einer Dose verstaut, Deckel drauf, damit diese Power auch noch lange erhalten bleibt.

Und nun kann ich auch im Winter, wenn kein Estragon im Garten wächst, das Essen mit mediterranem Flair würzen. Man soll eben alles ausprobieren.
Ich kann es immer noch kaum glauben, schon aus dem Grund, daß Estragon ein sehr gutes Gewürz ist, etwas herb und auch ein bisschen scharf. Ganz hervorragend, wenn man bei leichten Gerichten den gewissen Kick haben will. Er ist immer gut, wenn man Soßen oder Suppen geschmacklich aufpeppen will.

Nun habe ich wieder eine Zutat mehr, wenn ich Gemüsebrühe aus Brühpulver "selfmade" machen will. Das hab ich mir nämlich auch noch vorgenommen, doch bis jetzt scheiterte das immer, weil ich noch nicht genügend Zutaten in den Größenordnungen eines Jahresbedarfes hatte. Und wir kochen immer frisch, nix mit Fastfood oder Pizzaservice. Da kann man schon ahnen, wieviel Bedarf an Zutaten für Gemüsebrühe man pro Jahr hat. Ich möchte auf jeden Fall noch dahin kommen, daß man die kleinen Gläschen Brühpulver nicht mehr kaufen muß. Man muß da ja immer damit rechnen, daß da alles andere drin ist, als das, was man erwartet, in unserer chemisierten Welt. Und von den Preisen, die diese kleinen Gläschen Brühpulver oder Brühwürfel kosten, will ich gar nicht reden. Ich hab so den Eindruck, daß Gewürze in den letzten Jahren exorbitant gestiegen sind. Grund genug, um nach Alternativen zu suchen, die kostenfrei vor der Haustür wachsen.

Ich werde davon berichten, wenn ich das ultimative Rezept für eigenes Brühpulver gefunden habe.
Dann bin ich wieder ein bisschen autarker in unserem Bedarf an Lebensmitteln.

Und das ist nun von einem halben Estragon-Wald übrig geblieben:


Nicht wirklich viel,oder? Aber man braucht zum Würzen auch nur eine kleine Prise. Und schon hat man den vollen Estragon-Geschmack. Es dürfte also für ein ganzes Jahr reichen. Und zur Not habe ich ja auch noch allerhand frischen Estragon im Garten. Ich könnte also mindestens noch mal dieselbe Menge herausbekommen, denn wo sich der Estragon einmal wohl fühlt, dort wächst er ungestüm. Ich werde ihn zukünftig nicht mehr in der Ausbreitung eingrenzen, denn er würzt ganz großartig, ob frisch oder getrocknet. 


Fazit: Es gibt nicht´s Gutes, außer man tut es!

Eure Petra K.



Dienstag, 12. August 2014

Tomatensoße selbstgemacht

Mal ganz ehrlich, die Tomatensoße hat doch noch gefehlt auf diesem Blog, oder? Und daß ich bis jetzt noch kein Rezept hier veröffentlicht habe, lag daran, daß ich noch nie selbst Tomatensoße aus eigener Ernte gemacht habe. Die Tomaten, die ich in den letzten beiden Jahren geerntet habe, haben wir immer gleich frisch gegessen.

In diesem Jahr habe ich 20 Tomatenpflanzen. Damit komme ich so langsam an den Bereich heran, daß man auch Vorratshaltung damit betreiben kann. Aber eben nur langsam, denn noch immer favorisieren wir bei den Tomaten die Frischkost, schmeckt einfach um Längen besser, als eine holländische oder sonstwoher kommende Gewächshaustomate. Und dafür, daß diese sonstwoher kommenden roten Früchte (so nenne ich die nach nichts schmeckenden angeblichen Tomaten), dafür sind die mir einfach absolut zu teuer.

Also: Konsumboykott!

Das Problem: Die Tomaten aus dem eigenen Garten reifen so nach und nach. Also nichts mit: Wir machen jetzt mal aus 5 Kilo Tomaten ne gute Tomatensoße, die wir auch noch im Winter verzehren können.
Da hat man trotz der 20 Pflanzen zu tun, daß mal gleichzeitig ein Kilogramm reife Früchte zusammenkommt, um was draus zu machen. Aber jetzt war es soweit. Meine Riesentomaten, die so groß wie Handteller sind, wurden reif und waren ob ihrer Masse prädestiniert für eine Tomatensoße. Und mal ehrlich, die waren gar nichts Besonderes, diese Riesentomaten. Die Pflanzenstöcke brechen, trotz, daß sie an Stöcken angebunden wurden, unter ihrer Fruchtlast zusammen, dann liegen sie auf der Erde und man muß aufpassen, daß sie nicht verschimmeln. Also lieber einen Tag eher ernten und noch etwas liegen lassen, damit sie evtl. nachreifen können, als verschimmelte oder von den Schnecken angefressene Tomaten zu ernten. Wenn ich ganz ehrlich bin, werde ich wohl diese Sorte von Pflanzen nicht wieder kaufen. Die haben zwar viel Fruchtfleisch, drum geeignet für Soßen, aber wenig Saft, daher nichts für den Frischverzehr. Da möchte ich schon gern eine saftige Tomate.

Und das sind die Zutaten für unsere Tomatensoße:

1 Kilo Tomaten
2 x je 500 gr. passierte Tomaten (oder ein weiteres Kilo frische Tomaten)
250 gr Möhren
1 Sellerie (ca. 200 - 250 gr.)
1 - 2 Äpfel
2 - 3 Zwiebeln (je nach Größe)
200 gr. Tomatenmark
ca. 40 gr. Paprikamark mit Chilli (oder frischen Paprika und gemahlene Chillikörner)
2 Knoblauchzehen
ca. 1 EL Himalaya-Salz
Pfeffer aus der Mühle
1 Prise Zucker
ca. 1 Liter Wasser oder Brühe (je nach gewünschter Konsistenz)
3 EL Öl
1 EL Balsamico-Essig dunkel

Kräuter-Gewürze für die Tomatensoße:

Blätter von ca. 5 - 7 Stängel Oregano (je Stängel ca. 30 cm lang) (oder getrockneten Oregano)
ca. 3 Stängel Liebstöckel (je Stängel ca. 30 cm lang) (oder getrocknetes Liebstöckel)
ca. 3 Stängel Thymian (je Stängel ca. 10 cm lang) (oder getrockneter Thymian)
Blätter von ca. 1 Stängel Estragon (ca. 50 cm lang) (oder getrockneten Estragon)
Selleriekraut von einem Staudensellerie (oder getrocknetes Selleriekraut)
Blätter von ca. 5 Stängel Bohnenkraut (je Stängel ca. 15 cm lang) (oder getrocknetes Bohnenkraut) 
Basilikumblätter (ca. 3 Handvoll) (erst am Ende der Garzeit zugeben)

Und so haben wir es zubereitet:

Die frischen Zutaten waschen und abtropfen lassen. Öl in einem großen, hohen Topf erhitzen (Achtung: es spritzt gern - altes, dunkles T-Shirt anziehen). Die Zwiebel in kleine Würfel schneiden, zugeben und glasig anschwitzen lassen. Dann den in Würfel geschnipselten Sellerie und die in Scheiben geschnittenen Möhren zugeben. Etwas andünsten lassen. Den klein geschnittenen Knoblauch und das Tomatenmark zufügen. Dann die gewürfelten Tomaten und, wenn die Tomatenmenge nicht ausreichend ist, evtl. die passierten Tomaten noch dazugeben. Die gewürfelten, vom Kerngehäuse befreiten Äpfel hinzufügen. Zum Würzen (wer es etwas scharf mag) noch das Paprikamark mit Chilli (gibt es in der Tube, man kann es aber auch als Frischware zugeben). Die Gewürze hinzufügen.
Das ganze unter Rühren ca. 1,5 Stunden im offenen Topf leicht köcheln lassen. Für die gewünschte Konsistenz die jeweilige Wasser-oder Brühemenge dazugießen.
Am Ende der Garzeit noch die kleingeschnittenen Basilikumblätter dazu, nochmal abschmecken und fertig ist eine köstliche Nudelsoße. Man kann die Soße auch pürrieren aber wir mögen es lieber etwas stückig, weil man da den ganzen Geschmack der einzelnen Zutaten noch besser herausschmeckt und deshalb nehme ich am Ende nur den Kartoffelstampfer und zerstampfe die Zutaten noch etwas.   

Und das ist draus geworden:

Eine leckere Tomatensoße, die jede Fertigsoße im Geschmack um Längen schlägt
und die man auch für den Pizzaboden oder als Tomatensuppe empfehlen kann


Und für den Wintervorrat wurden auch noch drei große Gläser eingekocht
Das Einkochen der Gläser habe ich in einem großen, geschlossenen Topf für 1,5 Stunden bei ca. 90 Grad gemacht (dann die Gläser im Topf auskühlen lassen und den Topf dabei nicht bewegen)

Ich werde diese Tomatensoße auf jeden Fall nochmal machen, denn die nächsten Riesentomaten werden langsam reif und auch die anderen Pflanzen tragen ganz gut. Da wird nochmal Vorratshaltung gemacht. 

Der nächste Winter kommt bestimmt und dann werden wir leckere Tomaten aus dem eigenen Garten schleckern. Nicht frisch aber als eine köstliche Tomatensuppe oder über die Pasta als Nudelsoße. Ich freu mich schon drauf. Und im Hinblick auf die Kostenbilanz ist diese Tomatensoße in der Menge, was dabei herausgekommen ist, ein absolutes Schnäppchen. Natürlich nur, wenn man die Zutaten aus dem eigenen Garten holen kann. 

Nix mit Fertigsoße, Konservierungsmittel & Co. Hier kocht der Küchenchef noch selbst!

Na dann, Guten Appetit!

Eure Petra K.




Montag, 11. August 2014

Sauerklee - ein guter Zitronenersatz

Wer einen Garten hat, der kennt ihn bestimmt - den Sauerklee. Wo er einmal wächst, kriegt man ihn nicht so schnell wieder los, denn er vermehrt sich ungezügelt, wenn man ihm nicht ständig "an den Kragen" geht. So Mancher agiert dann mit Flammenwerfer, Chemie & Co., um diesem "Unkraut" den Garaus zu machen. Meiner Meinung ist das alles verschwndetete Liebesmüh. Der Sauerklee kommt wieder!

Und wenn ich hier das Eine oder Andere in Anführungszeichen setze, dann wissen meine geschätzten Leser schon, daß ich da wiedermal etwas anderer Meinung bin, denn bei mir gibt es kein Unkraut, es gibt höchstens Beikraut, was man zweifelsohne auch in Schach halten muß, damit es nicht alles überwuchert. Ich bin jedoch grundsätzlich der Meinung, daß alles, was wächst, einen Sinn hat.

Beim Sauerklee sollte man sich da eben auch mal fragen: Wenn das Sauerklee heißt, dann muß der doch auch irgendwie sauer schmecken.
Also hab ich ihn irgendwann mal gekostet. Und was soll ich sagen: Er schmeckt einfach herrlich. Zitronen sind da nichts dagegen oder zumindest gleichwertig in der Säure. Ganz besonders sauer sind die Samenkapseln, wenn sich noch jung und grün sind. Einfach göttlich für solche Zitronenanbeter, wie mich.

Und wenn man das alles weiß, dann kann man sich ja auch mal fragen, ob man es nicht doch in der Küche verwenden kann. Ich sage: Und wie man das kann!  Es ist ein supergesundes Wildkraut, hat  Vitamin C aber auch die Oxalsäure. Daher sollte man das graziele Kräutlein auch nicht übermäßig konsumieren aber wer macht das schon? Es gibt ja noch genügend andere Wildkräuter, von denen man sich sehr gut ernähren kann. Hier soll es ja auch nur darum gehen, das Verständnis für das, was wächst, zu schärfen.

Ich nehme den Sauerklee immer zu meinem Wildkräutersalat mit dazu. Für mich käme es nie in Frage, einen Salat mit einem schweren und fettigen Yoghurt-Dressing zu ertränken. Wenn ich das nur sehe, stellen sich bei mir alle Nackenhaare hoch. Das mögen Andere anders sehen aber für mich kommt es nicht in Frage. Bei mir besteht ein Dressing für einen Wildkräutersalat einzig aus Balsamico-Essig, Olivenöl und etwas Zitrone. Gewürzt wird er mit Himalaya-Salz, Pfeffer aus der Mühle und einigen Krümeln braunem Rohrzucker. Jetzt ist Tomatenzeit, da kommen noch ein paar Tomaten kleingeschnitten mit rein und der Hirtenkäse darf natürlich auch nicht fehlen.
Die teuren Zitronen kann ich mir nun sparen, wenn ich für den Salat auch die Blättchen und die Samenkapseln vom Sauerklee mit verwende und das schmeckt definitiv klasse.

Ich trockne den Sauerklee auch und verwende ihn als Zutat für meinen Frühstückstee. Allerdings hat er dann nicht mehr die hohe Säuerungskraft, wie frischer Sauerklee. Da müßte man dann sehr viel nehmen, um einen spürbaren Effekt der Säure zu schmecken und damit den Saft einer halben Zitrone einzusparen aber man kann zumindest die Zitronenmenge ein klein wenig reduzieren.

Und so sieht der Europäische (aufrechter) Sauerklee aus:






Sauerklee: Immer einen kleinen Vitaminsnack wert!

Laßt ihn Euch schmecken. Und schon habt Ihr etwas weniger "Unkraut" im Garten.

Eure Petra K.


Sonntag, 10. August 2014

Die ersten Pilze sprießen

Hurra, ich habe nach dem letzten Regen, der vor ein paar Tagen ausgiebig gefallen ist, ein paar Pilze gefunden. Nun gut, man konnte noch kein vollständiges Essen daraus zaubern, aber immerhin...
Ich habe schon sehnsüchtig auf die Pilze gewartet. Aber wie jedes Jahr, war auch in diesem Jahr kaum genug Regen da. Da freut man sich über jeden Pilz, der da wachsen will.

Sind das nicht ein paar prächtige Exemplare?


Die zwei großen waren bestimmt ca. 20 cm groß, schön fest und keine Würmer drin.

Wir haben sie in die Bratkartoffeln mit reingeschnipselt. Das hat sehr gut geschmeckt und hat die Bratkartoffeln enorm aufgepeppt. Noch etwas Gurken-Tomatensalat (eigene Ernte) mit etwas Zuckermais, die waren allerdings aus der Dose.
Ich hab in diesem Jahr zum ersten Mal Zuckermais im Garten angebaut. Einfach auch, um genug Saatgut zu bekommen für das nächste Jahr. Viele Pflänzchen sind es nicht geworden.
Da war ich allerdings auch selbst schuld, denn ich vermute, daß ich mit diversen Unkrautaktionen das eine oder andere Pflänzchen mit erwischt habe. Na schau´n wir mal, was noch draus wird...

Und jetzt hoffe ich, daß es bald mal wieder regnet, damit ich wieder in die Pilze gehen kann.

Ich wünsche Euch einen schönen Sonntag.
Eure Petra K.


Freitag, 8. August 2014

Topinambur - vorher und nachher

Dieses Jahr ist ein verrücktes Gartenjahr. Manches wächst sehr gut, anderes bleibt, wie es ist und will gar nicht weiter wachsen. Das ist z.Bsp beim Kohl in diesem Jahr so. Ich hatte massenhaft Kohlrabi gesät, er ist auch aufgegangen und bis zu einer Größe von ca. 10 cm gewachsen, dann war Ruhe. Die Blätter werden eigenartig grau und eine Pflanze nach der anderen geht ein. Keine Ahnung, was da los ist. Den Grünkohl haben die Schnecken sämtlichst vertilgt und auch der Rukola blieb von ihnen nicht verschont. Eigentlich habe ich jetzt nur noch ein paar Gurken, Möhren und die Tomaten. Die sehen ganz gut aus. Vom Kartoffelergebnis lassen wir uns Ende September, Anfang Oktober überraschen. Und mal sehen, was am Kürbis so wachsen wird. Blätter sind ja riesige gewachsen aber davon wird man nicht satt. Also wenn ich jetzt, in der Mitte des Jahres mal so ein Resümee ziehen müßte, würde ich sagen, das Gartenergebnis war dieses Jahr mehr als bescheiden. Wenn wir zu 100 % Selbstversorger sein müßten, würden wir wohl verhungern. Leider.

Aber wenn mir irgendwas in unserem Garten so richtig Freude macht, dann ist es der Topinambur.
Anfang des Jahres hatte ich ihn umgesetzt, damit er mehr Licht und Sonne bekommt, denn da, wo er bisher stand, haben wir einen Holzschauer gebaut, damit das Holz darunter trocknen kann. Das ist auch wichtig, denn sonst brennt es nicht richtig und die Wohnung bleibt kalt im Winter.

Also habe ich alles an Topi-Knollen, was ich gefunden habe (sie waren noch nicht ausgetrieben) herausgebuddelt und an seinen neuen Platz gesetzt. Der Plan ging auf. Bereits im April steckten die Pflänzchen ihre Köpfe heraus. Anfang Mai sahen sie so aus:


Dann kam am 23. Mai 2014 der alles vernichtende Hagelsturm.

Und so sahen unsere Topis danach aus:

Man kann es vielleicht auf dem Bild nicht so gut sehen (zum Vergrößern Klick auf´s Bild) aber es war ein Anblick des Grauens. Alles war wie abgesägt, keine einzige Pflanze war unbeschadet davongekommen. Ich dachte: Das war´s in diesem Jahr mit Topinambur. Im Übrigen habe ich das von allem, was bisher gewachsen war, gedacht, denn es war so gut wie gar nicht´s heil davon gekommen.

Doch die Natur lehrte mich eines Besseren. Die Topis erholten sich ganz prächtig. Dort, wo sie abgeknickt waren, wuchsen sie in einem Bogen wieder weiter, als ob nicht´s gewesen wäre. Ich bewundere heute noch die Kraft, die in den Pflanzen steckt. Davon kann man sich selbst Kraft holen, wenn wieder mal "der Himmel einstürzt" und alles nicht gelingen will. Dann schau ich mir die Topi´s an und schon geht´s mir besser. Ich sage mir dann: Was die können, kann ich auch, denn ich bin auch ein Stück Natur, der Schöpfung entsprungen. Und das funktioniert immer.

Ein Garten nimmt, aber ein Garten gibt auch. Er nimmt uns Kraft und er gibt uns auch wieder Kraft. Das zu erkennen, war schon ein Wunder für sich, denn wenn mir das früher mal jemand so gesagt hätte, dann hätte ich wohl die Augen verleiert und ihn für verrückt erklärt. So kann man sich ändern, das hätte ich nie für möglich gehalten.

Mitte Juli sahen die Topi´s so aus:

Ganz  kräftige, gesunde Pflanzen. Manche sind am Stamm so dick, wie zwei Finger.


Und nun, Anfang August sind die Topi´s riesig. Gestern habe ich gesehen, daß sie nun auch kleine Blüten angesetzt haben. Das Foto dazu werde ich noch hier rein setzen, wenn die Blüten aufgeblüht sind.


Die Topi´s haben von mir immer schön Wasser bekommen, das gebe ich zu, denn hier ist ja bekanntlich ein "Wüstengebiet". Regen ist hier selten. Nicht gerade die besten Voraussetzungen für einen ertragreichen Garten. Aber was soll´s, wir wohnen hier und ich möchte auch gar nicht woanders leben, denn es ist eine herrliche Gegend. Viele Seen, Wald, man könnte sagen: Wir wohnen da, wo andere Urlaub machen. Und manchmal hab ich auch das Gefühl, als wäre mein Leben hier ein schöner Urlaub. Und wenn mich wieder mal die "Realität" einholt, dann gehe ich in den Garten und schaue meine Topi´s an. Sie geben mir Kraft und Ruhe, denn Grün beruhigt.

Also: Ab in´s Grüne... Kraft und Ruhe tanken.

Und was man aus Topinambur so alles machen kann, das findet sich z.Bsp. hier.
Viel Spaß beim Kochen mit Topinambur oder schnipselt es einfach roh in den Salat, schmeckt auch sehr gut. Aber übertreibt es nicht, sonst müßt Ihr die Wohnung zu sehr lüften ;-))

Eure Petra K.


Mittwoch, 6. August 2014

Mein 1. Blog-Geburtstag

Kann man sich eigentlich selbst zum Geburtstag gratulieren? Warum eigentlich nicht? Aber nicht ich habe heute Geburtstag. Mein Blog ist das "Geburtstagskind".

Vor einem Jahr hatte ich beschlossen, ein Blog zu eröffnen. Warum? Ich wollte eine Plattform, die mir nicht die Energie raubt, sondern mir Energie gibt. Und Energie gibt mir das ursprüngliche Leben. Ein Leben, wo man sich selbst treu sein kann, wo man Mensch sein kann, wo man sich nicht verbiegen und heucheln oder lügen muß, auch sich selbst belügen muß, um beachtet und anerkannt zu werden.

Wer meine anfänglichen Beiträge gelesen hat, der wird gemerkt haben, daß ich ein Regimegegner des bestehenden Systems bin. Ich kann es nicht ertragen, daß hier in diesem Land die sog. Behörden, Gerichte, Finanzämter, Stadtverwaltungen und und und, machen, was sie wollen. Sie halten sich nicht an ihre eigenen Gesetze, verlangen aber vom Volk, daß sie sich nach Recht & Gesetz verhalten. Beim Volk geht nichts ohne Unterschrift. Die Behörden & Co. pfeiffen da drauf, da gibt es nie eine Unterschrift z. Bsp. von Richtern oder von sonstigen Willensbekundenden, wie das im Rechtsgebrauch heißt. Und wenn sie unterschreiben würden, würden sie sich strafbar machen, weil sie alle nicht staatlich-hoheitlich handeln dürfen. Hier ist jedes sog. Amt (die wurden ja schon lange abgeschafft - Arbeitsamt, Ordnungsamt, Einwohnermeldeamt etc.) oder jede Behörde definitiv eine Firma. Das kann jeder in den bekannten Firmenregistern nachlesen. Da steht eben die Stadtverwaltung neben dem Bäcker oder der Apotheke. Da steht sogar die Bundesrepublik Deutschland als Firma gelistet, mit Herrn Gauck als Hauptverantwortlichem.
Und Firmen dürfen nun mal keine hoheitlichen Akte auslösen oder eintreiben. Da muß man dann Handelsrecht anwenden. Doch selbst die Vorgaben vom Handelsrecht, wo bei einer Forderung der Verkäufer oder der Prokurist unterzeichnen muß, wenn er einen Vertrag mit einem Kunden eingehen will, werden hier ignoriert. Und wir sind hier nichts anderes als Kunden. Kunde im Jobcenter, es gibt das Kundencenter in den Verwaltungen, Gerichte outen sich als "Unternehmen Justiz" und und und. Hier herrscht Firmenrecht, nichts als Firmenrecht und hier werden privatrechtliche Verträge mit den Kunden abgeschlossen.

Das ist aber für die Firmen, die sich gern als Behörden deklarieren, obwohl sie das nicht dürfen, weil dasTäuschung im Rechtsverkehr ist, aber kein Grund, ihre rechtlichen Vorgaben, die sich aus dem HGB ergeben, einzuhalten und umzusetzen. Der schöne Satz: "Maschinell erstellt und ohne Unterschrift gültig" ist Zeugnis ihres rechtswidrigen Handelns. Das interessiert die aber in keinster Weise und das muß es auch nicht, denn alle Schreiben, die von sog. Behörden kommen, sind Vertragsangebote an den Kunden. Und wenn im Vertragsangebot steht, daß das Schreiben ohne Unterschrift gültig ist, dann gehört dieser Satz eben zum Vertragsinhalt.

Der "Kunde" ist immer der Gears...te. Reagiert er drauf, hat er das Vertragsangenbot angenommen. Reagiert er nicht darauf, weil er weiß, daß die sog. Behörde, weil als Firma gelistet, kein Recht hat, staatlich-hoheitlich zu handeln und somit alles Null und nichtig ist, was von denen kommt, daß es somit keine Fristen in Gang setzt und auch keine Bindewirkung an den Adressaten hat, dann werden die richtig gemein.

Da kommen die Mahnungen, Vollstreckungen, da werden Gerichte (die ja auch voll im Firmensystem als Firmen registriert sind - nichts mit staatlich) eingeschaltet. Und was auch immer man da vorbringt, daß die hier gar nichts dürfen und daß ja schließlich auch keine Unterschriften der "Verkäufer" vorhanden sind, sondern nur irgendwelche Angestellte sich als Beamte ausgeben, was in einer Firma ja wohl gar nicht geht, denn da gibt es nur Angestellte, und nichts anderes sind diese Leidfiguren, die meistens gar keine Ahnung haben, was sie tun, wenn sie als Sachbearbeiter das unterzeichnen, was sie nach Handelsrecht und Urkundsrecht gar nicht unterzeichnen dürfen, weil sie in ihren Ausbildungen genau das gar nicht mehr gelehrt bekommen, weil sie es gar nicht wissen dürfen und nicht wissen sollen, all das wird ignoriert und ausgesessen.
Ich könnte mich noch weiter über solche Dinge auslassen, denn wenn jemand hier Bescheid weiß, was hier im Land los ist und wie es eigentlich in einem Staat nach Staatsrecht sein MÜSSTE, dann sind u.a. wir das. Und wir sind keine Randerscheinung, zig-Tausende wissen das, was wir auch wissen und kämpfen um ihr Recht.

Ein Kampf getreu dem alten Spruch: Über Afrika lacht die Sonne, über Deutschland lacht die ganze Welt....

Es ist ein täglicher Kampf von David gegen Goliath und dieser Kampf hat Spuren hinterlassen. Es ist so nervenaufreibend, das alles zu wissen, es den "Vertragsgegnern" immer wieder zu sagen, zu schreiben etc. und immer rennt man mit dem Kopf gegen eine Wand aus Stahl und Beton. Und genauso agieren die Gegner auch, wie Stahl und Beton. Da ist nichts Menschliches mehr. Die wollen nur ihr Geld mit ihrer "Arbeit" verdienen und dürfen das, was man zu sagen hat, nicht an sich ran lassen. Die führen tagtäglich ihre Straftaten durch, absolut wissentlich und im vollen Bewußtsein, daß sie privat haftend agieren, also für alles den eigenen Kopf hinhalten, was sie jeden Tag in ihrem "Beruf" so vom Stapel lassen und wofür sie vom "Kunden" in Regress genommen werden können und auch genommen werden sollten, weil die Akteure es sonst nie begreifen werden.

Das, was wir zu sagen haben, kann man überall nachlesen (in Gesetzbüchern, in Bibliotheken, die diese Gesetze öffentlich machen, auf fundierten und seriösen Internetseiten wie dejure.org., auf den Internetseiten der Regierung der Bundesrepublik Deutschland, in Bundesgesetzblättern etc.). Es ist weder Verschwörungstheorie (kann es auch gar nicht sein, denn sogar die Regierungsvertreter sprechen das aus, was hier abgeht), es ist schon gleich gar kein Rechtsradikalismus (es sei denn, man nimmt die lateinische Bezeichnung, daß man dem Recht auf den Grund geht), es ist kein Terrorismus oder was auch immer da an Argumenten von den Aktivisten der anderen Seite kommt. Wenn man Glück hat, wird einem nur an den Kopf geworfen, daß es sich bei dem Gesagten oder dem Geschriebenen um lediglich "unsere Meinung" handelt und diese Meinung wird von der Gegenseite nicht geteilt. Daß es Gesetzesgrundlagen und eben keine Meinungen unsererseits sind, ist denen egal.

Wenn man sich dagegen wehrt, wird man des Hauses verwiesen, Bankkonten werden gepfändet oder einseitig von den Banken gekündigt, die Führerscheine werden wegen "abwegiger Rechtsauffassungen" und somit wegen "psychischer Labilität" eingezogen, man wird eingebuchtet, wenn man das Geld (und nur das allein ist das Ziel der gegnerischen Akteure) nicht zahlt. Polizisten werden auf Krawall gebürstet und von ihren Vorgesetzten dazu benutzt, säumige Zahler an die Bankschalter zu zwingen und die avisierten Gelder zu erpressen, Häuser zwangszuversteigern etc. und die Polizisten selbst fühlen sich wohl in ihrer Macht.
Arbeitgeber und Vermieter werden angewiesen, mit Mobbing o.ä. die entsprechenden Konsequenzen gegen die Widersacher des Systems zu veranlassen und so weiter und so fort.

Und das alles trotz nachweislich nichtiger Verwaltungsakte.


Man kann gar nicht soviel Schlechtes denken, wie hier Tag für Tag passiert. Und das Schlimmste ist, daß es für die BRD gar kein Menschenrecht gibt. Aber das ist ein anderes Thema.

Lieber Gott, laß es hier doch endlich krachen, daß dieses Elend ein Ende hat

Doch noch ist es nicht soweit. Die Leute machen lieber alles mit, was ihnen an Unrecht geschieht, als daß sie sich verbünden und gegen das Unrecht vorgehen. Sie wollen ihre Ruhe haben. Daß hier keiner seine Ruhe hat, das sehen die Leute nicht und vorallem, sie wollen es auch nicht sehen. Und das ist das Schlimmste daran.

Aber Schluß damit! All das hat seinen Tribut in meinem Leben gezollt, hat mein Nervenkostüm geplündert und mich letztendlich zu dem Schluß kommen lassen, daß mir das System herzlich egal sein kann und muß, es wird sich an der Gier der Protagonisten selbst zerstören, dessen bin ich mir sicher. Die Außenpolitik wird ihr Übriges dazu tun. Und um das noch so weit, wie es geht, hinaus zu zögern, wird eine politisch-ideologische Propaganda vollführt, wo die DDR mit ihren Medienorgien ein Kinderpups dagegen war.

Ich habe mich aus all dem ausgeklinkt, will nichts mehr mit diesem menschenverachtenden System zu tun haben. Ich habe keinen Bock mehr darauf, Mehrwertsteuer zu zahlen, obwohl es überhaupt keine Steuerpflicht in diesem Land gibt und schon gar nicht will ich mit meinen Steuergeldern Kriege mitfinanzieren, ich will auch keine Banken retten, denn schon Jesus soll ja vor vielen vielen Jahren die Geldverleiher aus dem Tempel gejagt haben. Er wird sicher gewußt haben, warum.

Ich habe auch keinen Bock mehr darauf, hochgezüchtetes und vielleicht noch radioaktiv bestrahltes und mit Pestiziden verseuchtes Gemüse zu kaufen oder gar noch zu essen. Ich habe die ewigen Fleischskandale satt. Ich will keine Geschmacksverstärker, kein Glutamat, kein Rattengift (Fluor), kein künstliches Jod, kein handelsübliches, sog. gesundes Jodsalz, was höchstens als Streusalz verwendet werden dürfte, kein Aspartam, keine Konservierungsstoffe und was die Menschen sonst noch so eingetrichtert bekommen, wo sie entweder gar nicht wissen, was es ist oder nicht wissen, was sie sich damit antun.

Ich will Natur und ich will natürliche Lebensmittel, keine Nahrungsmittel aus der Nahrunsmittelindustrie!

Und so bin ich an die Selbstversorgung gekommen. Und infolge dessen habe ich vor genau einem Jahr dieses Blog eröffnet. Wie man auch an diesem Post wieder sieht, schreibe ich gern und viel und mit dem Schreiben verarbeite ich das, was eigentlich gar nicht zu verarbeiten geht.

Es ist sooo befreiend, das zu tun, was man gerne tut und wo man ein gutes Gewissen mit dem haben kann, was man tut. Wo man in der Mutter Erde buddeln kann, um sich mit dem, was Mutter Erde hervorbringt, zu ernähren, wo man der Erde und der Schöpfung danken kann für so viel Übermaß. Wo man dem Werden und Vergehen zuschauen kann und damit auch das eigene Werden und Vergehen verstehen lernen kann. Wo man zu sich selbst, also seiner eigenen Mitte finden kann. 
Wo man mit Erfolgen und Niederlagen Erfahrungen sammeln kann für eine Zeit, wo hier alles mal zusammenkracht, die Läden vielleicht mal über längere Zeit geschlossen sind, Logistik und/oder globale Netzwerke und hoffentlich auch internationale Finanzmärkte zusammenbrechen oder sonst irgendwelche Szenarien ablaufen, auf die wir, als zu kleine Lichter, keinen Einfluss haben.
Ich möchte darauf vorbereitet sein und ich möchte, daß auch andere, gute Menschen vorbereitet sind.

Ich lebe im Einklang mit der Natur und dafür bin ich dankbar
Das System mit all seinen Schrecklichkeiten hat mich an diesen Punkt gebracht
Und deshalb habe ich mit dem System meinen Frieden geschlossen
Ich habe es gebraucht, um auf diesen, für mich richtigen Weg zu kommen

Und heute feiere ich mit diesem Blog den 1. Geburtstag auf meinem neuen Weg
und das ist gut so! 

Bildquelle: www.dreamies.de

Dienstag, 5. August 2014

Ein schöner Regenbogen

Ist er nicht schön? Ein Regenbogen ist für mich die Verbindung zwischen Himmel und Erde und diese Verbindung strahlt in den schönsten Farben. Das mußte ich einfach fotografieren.



Sonntag, 3. August 2014

Die Küche lebt vom Experiment

Im Garten wucherte der Estragon. Ein Platzregen und dann fiel er in alle Richtungen, untergrub den Salbei unter sich. Das geht nicht, dachte ich mir, zu wertvoll ist mir mein Salbei, der in meinem Frühstückstee nicht fehlen darf. Also mußte der Estragon gekappt werden. Zumindest dort, wo er umgefallen war, denn wenn die Tomaten reif werden, esse ich gerne etwas frischen Estragon dazu. Einfach klein schnipseln und drüber streuen, gibt einen schönen kräftigen Geschmack.

Doch was macht man eigentlich mit soviel Estragon? Vor drei Jahren hatte ich mal einen kleinen Kräutertopf im Supermarkt gekauft und dann in den Garten umgesetzt. So sieht der kleine Kräutertopf jetzt aus:


Einfach zu viel des Guten, er wuchert ja schon den kleinen Apfelbaum zu, der hier im Bild schon kaum noch zu sehen ist. Zeit, um auszulichten und trotzdem noch genügend für die frische Küche zu haben.

Doch immer noch stand die Frage im Raum: Was macht man mit soviel Estragon?

Ich hatte ja hier und hier schon Sirupvarianten mit Estragon ausprobiert. Das schmeckt sehr gut aber man braucht da nicht wirklich solche Massen, daß ein Apfelbaum wieder Land sieht.
Es mußte also etwas in Größenordnungen gefunden werden, denn zum Wegschmeißen kann ich mich nur schwer entschließen. Es ist gewachsen, also muß es verbraucht werden, das ist meine Devise. Klar, ich könnte ihn zum Mulchen nehmen und über den Winter zu gutem Humus verwandeln lassen aber der Estragon stand kurz vor der vollen Blüte, da hat er die größte Würzkraft, und ich wollte nicht riskieren, daß im nächsten Jahr überall im Garten Estragon wächst und solche Wälder entstehen.

Also folgte der ultimative Blick in diverse Kochforen. Es mußte doch etwas geben, wo man viiiiiel Estragon verarbeiten kann. Es gab nicht wirklich viele Rezepte für meinen Zweck. Nur eines machte mir Hoffnung, in Größenordnungen das Kraut zu verwenden:


Nun bin ich aber kein Knoblauchfan, auch nicht wirklich ein Pesto-Fan, Pinienkerne hatte ich nicht da und auch keinen Parmesankäse. Also die schlechtesten Voraussetzungen, um ein Pesto zu machen. Es war ja auch nicht geplant, ein Pesto zu machen. Und ehrlich gesagt, ist mir Parmesan & Co. auch zu teuer.

Also dachte ich mir: Vielleicht kann ich ja eine Art Nudelsoße daraus machen. Gesagt, getan, die Stängel in der Badewanne abgespült und trocken geschüttelt (zumindest weitestgehend), die Blättchen von den Stängeln gezupft (da hab ich schon mal gefühlte Stunden damit zugebracht). Den Mixer angeworfen und mal lieber erst zur Probe nur einen Teil der Blättchen zermixt, Öl mit dazu gegeben und auch die Zitrone. Erste Kostprobe: igitt...was soll das werden? Es schmeckte nach Gras und egal, wieviel ich Salz und Pfeffer dazu gegeben hatte, meinen Geschmack hat es nicht getroffen.

Nun gut, es war ja auch nicht nach Originalrezept zubereitet, was hatte ich also erwartet?
Also, die ganze Masse raus aus dem Mixer und rein in eine Schüssel, damit ich noch diverse Gewürze untermischen konnte, um wenigstens noch irgendwas daraus zu kreieren, das man essen kann.
Und so habe ich noch scharfen Paprika, Chilli, gemahlenen Liebstöckel, gemahlenen Sellerie, gefühlte Unmengen an Salz und jede Menge Pfeffer reingerührt.
Na ja, es ist eine Grundmasse für eine Nudelsoße geworden, wenn ich auch nicht ganz mit dem Ergebnis zufrieden zu stellen bin. Schade, ich hatte mir das echt gut vorstellen können. Aber was solls, die Küche lebt vom Experiment. Es ist nichts Besonderes geworden. Ich hab die Masse in ein sauberes Glas gefüllt, Öl drüber gegossen, damit es haltbar bleibt und im Kühlschrank in die hinterste Ecke gestellt. Mal sehen, wann es das Tageslicht wieder erblickt und dann mach ich eine schöne grüne Nudelsoße.

Und wenn ich doch mal Pesto machen will, dann werde ich es mit Giersch probieren.

Den restlichen Estragon habe ich zum Trocknen ausgelegt. Es heißt ja, daß getrockneter Estragon kaum noch Würzkraft hat. Ich werde das ausprobieren, in der Hoffnung, daß die Würzkraft doch ausreicht, um das trockene Kraut zu zermahlen und dann für meine selbst gemachte Gemüsebrühe zu nutzen ist oder ich es einfach zum täglichen Würzen der Speisen mit verwenden kann, denn mit Salz und Pfeffer kann schließlich jeder würzen. Mit Kräutern würzen ist eine andere, eine höhere Liga und ich liebe Kräuter...

Wir werden sehen, was draus wird. Die Küche lebt eben vom Experiment.

Liebe Grüße und allen einen schönen Sonntag
Eure Petra K.



Samstag, 2. August 2014

Gartenrundgang in den August

Ein neuer Monat, ein neues Glück. Oder anders gesagt: Ich lade Euch ein, mich auf meinem Gartenrundgang zu begleiten.

Was wäre ein Garten im Sommer ohne Sonnenblumen?
Ich habe sie am Zaun entlang gesät und das sieht nicht nur schön aus, sondern ist auch ein guter Sichtschutz


Aus unserem Hochbeet sprudeln förmlich die Kürbispflanzen heraus


Und die erste Kürbisblüte lächelt in die Kamera


Die letzte Gladiole hat sich besonders hübsch gemacht


Der weiße Phlox, ich habe ihn jahrelang gesucht. In diesem Jahr konnte ich ihn recht preiswert ergattern


Diese hübsche Pflanze habe ich weder gesät noch gepflanzt. Eines Tages stand sie plötzlich im Mangoldbeet. Sie hat nun einen Platz in der Blumenrabatte bekommen. Zum Dank hat sie auch schon einen neuen Trieb gebildet. Ich weiß nicht, wie sie heißt aber sie ist hübsch anzusehen


Gurken wohin das Auge reicht. Das gibt herrliche Schmorgurken


Wenn diese Roma-Tomaten alle reif werden, kann ich Tomatensoße für die Spaghettis machen


Diese Tomaten sind fast handtellergroß und müssen nur noch reif werden


Die Montbretien habe ich auch erst in diesem Jahr gepflanzt. Ich finde, sie sind sehr hübsch


Studentenblumen so weit das Auge reicht. Ich nutze sie als Nematodenkiller, denn im nächsten Jahr sollen dort Kartoffeln wachsen


 
Bei den Stangenbohnen habe ich schon mal geerntet


Die Marillen werden langsam reif


Bei der ersten Kartoffelpflanze habe ich mal geschaut, was dran ist, denn eigentlich ernte ich erst Ende September. Aber das ist doch schon mal ein erfreuliches Resultat von einer einzigen Pflanze. Das Erfolgsrezept: Holzkohle als Dünger und Wasserspeicher


Der Mais hat lange überlegt, ob er kommen will oder nicht, doch nun macht er vorwärts


Für die Selbstversorgung unentbehrlich, das Holz für den Winter. 
Alles selbst gesägt. Nun kann man sagen: Jede Menge Holz in der Hütt´n...


Diese Sorte Studentenblumen ist fast einen Meter hoch. 
Zu Besuch sind dort zwei Heuschrecken. Was die wohl im Sinn haben?


Die Pfläumchen werden nun auch langsam reif


Diesen Schmetterling finde ich recht hübsch, auch wenn er nicht spektakulär gezeichnet ist und er fühlt sich auf dem Lavendel sehr wohl. Den ganzen Tag flattert und summt es dort. 

Fazit: Es wird nie langweilig, wenn man einen Garten hat.


Ich wünsche allen Lesern ein schönes Wochenende
Eure Petra K.