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Schneeflocken

Dienstag, 21. Juni 2016

Kaffeesatz-Kuchen - Und was macht man noch mit Kaffeesatz?

Kaffeesatz ist für mich wie ein kleiner Geheimtipp. Viel zu schade zum Wegwerfen, denn man kann ihn vielseitig nutzen. Ich hatte ja schon über Handcreme-Ersatz berichtet.
Ein Bekannter von uns nutzt den Kaffeesatz auch zum Füttern für seine Schweine. Das soll wohl eine kreislaufstärkende Funktion bei den Tieren haben aber da hab ich mich noch nicht so intensiv damit beschäftigt, weil wir keine Tiere halten.
Kaffeesatz hat aber wohl auch eine sehr gute Heizkraft. Wer also einen Ofen hat, sollte den Kaffeesatz trocknen und dann mit verheizen. Es werden wahrscheinlich die im Kaffee enthaltenen Öle sein, welche die Heizkraft so hochpuschen.
Man soll wohl auch damit Abflüsse reinigen können. Hab ich aber noch nicht probiert, wollte es nicht riskieren, daß es vielleicht den Abfluß erstmal verstopft. Rein theoretisch könnte aber die körnige Struktur schon helfen, daß Ablagerungen im Abfluß damit fortgespült werden, kommt sicher wieder auf die Größenordnung der Ablagerungen an.

Mein Versuch, Kaffeesatz als Pilzgranulat zu verwenden, ist leider schief gegangen. Ich hatte im Laden Champignons gekauft, wie bei youtube an Hand von Austernseitlingen gezeigt, Teile davon abgenommen und gekochte Weizenkerne damit geimpft. Leider hatten sich die Pilzstückchen in den Weizenkeimen aufgelöst und nicht, wie in dem Video gezeigt, Myzel gebildet. Schade, das wäre noch eine interessante Nummer geworden, um Kaffeesatz zu verwenden. 

Was ich noch nicht probiert habe, ist der Einsatz von Kaffeesatz als Wespenschreck. Einfach anbrennen, soll wohl die Wespen vertreiben. Noch haben wir keine Wespen hier. Wenn sie auftauchen, werd ich es ausprobieren. Ich sammle ja schon fleißig unseren Kaffeesatz.

Die Kaffeefilter nutze ich übrigens auch. Die kommen bei mir unten in die Blumentöpfe rein. Ich reiße dazu die Filter an einer Seite auf, damit erhält man für die meisten Töpfe eine perfekte Rundung und die Blumenerde fällt nicht durch die Löcher durch. Man spart sich dadurch Tonscherben oder Steine, die nur unnötig Platz wegnehmen. Mal sehen, ob das auch das kleine Getier, wie Ameisen, Asseln & Co. davon abhält, es sich im Blumentopf bequem zu machen. Die restlichen Kaffeefilter werden gesammelt und mit verfeuert. Kleinvieh (sprich Kaffeefilter) macht bekanntlich auch Mist, oder?

Aber die Krönung meiner bisherigen Kaffeesatznutzung war doch der Kaffeesatz-Kuchen. Das mußte ich einfach mal probieren. Ich hab schon seit Jahren nach einem entsprechenden Rezept gesucht und kaum etwas gefunden, was unseren Gaumenvorstellungen entsprochen hätte. Das einzige Rezept, was jetzt mal durch das Netz wanderte, war mir irgendwie auch nicht das, was ich wollte.

Also hieß es: Selbst ausprobieren, bis etwas Essbares dabei herauskommt. Über das Ergebnis war ich positiv überrascht. Mit einer Sahnetorte sicher nicht vergleichbar aber als Rührkuchen für alle Tage absolut empfehlenswert.

Das sind die Zutaten für den Kaffeesatz-Kuchen:

150 g Butterschmalz
200 g Zucker
250 g Mehl (405-er oder ein Drittel Dinkelmehl, zwei Drittel 405-er)
3 bis 4 Eier
200 g getr. Kaffeesatz
100 g gem. Mandeln
250 ml Milch
½ Pckg. Backpulver
4 Pckg. Vanillezucker
80 g Rosinen
3 EL Schnaps (ich hatte Birnenschnaps)
1 Msp. Zimt

etwas Fett und Mehl für die Backform
etwas zerlassene Butter, um den fertigen Kuchen noch damit zu bepinseln
Für eine evtl. Glasur noch etwas Puderzucker, gem. Instantkaffee, etwas Eierlikör oder sonst. Fett, evtl. etwas Wasser

Und so habe ich den Kuchen zubereitet:

Die Rosinen einige Stunden im Schnaps ziehen lassen und immer mal umrühren, damit der Schnaps aufgesaugt wird.
Butterschmalz, Zucker, Vanillezucker, Eier und Zimt schaumig rühren. Den Kaffeesatz, die gemahlenen Mandeln zugeben, das mit Backpulver vermischte Mehl unterrühren, die Rosinen zum Schluß zugeben. Wenn der Teig zu fest erscheint, noch etwas Milch zufügen.
Eine Gugelhupf-Form einfetten und mit Mehl auskleiden. Den Teig einfüllen und den Backofen auf 180 Grad vorheizen, den Kuchen im untersten Drittel des Backofens 35-40 Minten backen, dann ausschalten und ggf. nach Stäbchenprobe noch ca. 15 Minuten im Herd nachbacken lassen. Dann aus dem Herd herausnehmen, etwas abkühlen lassen und aus der Form stürzen.
Wenn der Kuchen noch leicht lauwarm ist, mit etwas zerlassener Butter bepinseln.
Ich hab dann noch eine Glasur aus Puderzucker, gem. Instantkaffee, etwas Wasser und Eierlikör zusammengerührt und über dem Kuchen verteilt. Das schmeckt gut und hält den Kuchen auch länger feucht. Wir haben ihn dann in einer Folientüte im Kühlschrank gelagert, damit er nicht austrocknet.

 
 Kaffesatz zu sammeln lohnt sich,
leider hab ich vom fertigen Kuchen kein Foto gemacht,
er hat aber als "Unter der Woche Kuchen" sehr gut geschmeckt

Ich werd diesen Kuchen auf jeden Fall nochmal backen und dann mache ich auch ein Foto und stelle es hier ein. Vielleicht hab ich ja das Foto vergessen, weil ich doch im Vorfeld sehr skeptisch war, ob das schmeckt, wer weiß. Doch schon der angerührte Teig war köstlich, hatte so einen guten Mohngeschmack. Von dem Kuchen haben wir eine ganze Woche was zum Nachmittagskaffee gehabt. Uns hat es geschmeckt. Und wie sag ich immer so schön: Probieren geht über studieren.

Nach dem Kaffeesatz-Kuchen wollte ich auch noch Kaffeesatz-Plätzchen ausprobieren aber das ist mir total mißlungen, denn zum ersten Mal sind mir Plätzchen im Backofen verbrannt. Ja, auch das passiert eben. Kein Problem, ich werd es noch ausprobieren. Mal sehen, was dabei rauskommt.

Also bis bald
Eure Petra K.
Kaffeesatz macht schön
und auch den Kaffeesatz-Kuchen läßt man nicht stehen
(Petra K.)

Kommentare:

  1. Das klingt lecker. Den werde ich am Wochenende mal ausprobieren. Momentan haben wir noch was von unserem 08/15 Schnellkuchen. Da ich diesen Kaffeegeschmack besonders gern mag, kommt dieses Rezept gerade recht.
    Die 3 Esslöffel Schnaps könnte ich ja durch meinen selbstaufgesetzten Kaffeelikör ersetzen. Der schmeckt auch himmlisch und besteht nur aus einer guten Hand voll ganzen Kaffebohnen, kleine Hand voll Kandis und 40% Wodka. Ich habe ihn ein Jahr stehen lassen und zwischendurch immer geschüttelt. Vorsicht, macht süchtig ;-).
    Wäre auch die perfekte Ergänzung zu obigem Kuchen. Sozusagen Kaffee aus dem Likörgläschen zum Kuchen.

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    1. Oh, das mit dem Kaffeelikör klingt sehr interessant. Was ist denn 08/15 Schnellkuchen?

      LG Petra K.

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  2. Vor zwei Jahren hatte ich mal irgendwo gelesen, daß Kaffeesatz ein wunderberer, biologischer Dünger sein soll. Hab ich sofort ausprobiert und in der ganzen Verwandschaft die gebrauchten Kaffeefilter eingezogen. Zu Versuchszwecken sozusagen. Etwas Wirkung kann ich bestätigen. Die Läuse waren wohl aber genau so Kaffeesüchtig wie ich. Einige Pflanzen hatten arg zu kämpfen gegen das Getier.
    Für Kalkboden liebende Pflanzen sind untergemischte, getrocknete, zerstossene Eierschalen sehr gut.

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  3. mein 08/15 Kuchen geht so:
    1 Glas (oder Kaffeetasse) Mehl,
    1 Glas Zucker,
    1 Glas Hartweizengries,
    1 Glas Kokosraspel (oder geriebene Nüsse)
    1 Tütchen Backpulver
    1 Tütchen Vanillezucker
    und
    1 Glas Joghurt (mach ich selber)
    1 Glas Öl (geschmacksneutral)
    3 größere Eier.
    Alles mit dem elektr. Schneebesen vermischen, in eine
    flache Backform oder zwei kleinere und bei
    200° ohne Vorheizen für gut 30 Min. in den Backofen.

    Abwandlungen: Mal werden geriebene Zitronenschalen u. Zitrone untergemischt,
    mal halb Kakaopulver, halb ohne,
    mal zerkleinerte, getrocknete Früchte
    mal Schokostückchen etc.
    Guss nach Belieben
    Liebe Grüße, Karin

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    1. Vielen lieben Dank für das Rezept, liebe Karin. Das klingt doch wirklich super, einfach und von den Zutaten her sicher machbar, weil man das bestimmt meist alles zu Hause vorrätig hat. Yoghurt kaufe ich nicht mehr, deshalb hab ich den leider nicht bei mir vorrätig.
      Das mit dem Yoghurt selbst machen hatte mich auch schon sehr fasziniert, hab das auf youtube schon mehrfach gesehen. Ist sicher ganz einfach. Vielleicht probier ich das auch noch aus.

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    2. "Ist sicher ganz einfach" Ja, liebe Petra, ist einfach.
      Ihr bekommt doch hier und da einige Liter Rohmilch. Das beste überhaupt. Ich würde zum Teil auch Joghurt daraus machen.
      2 Liter Rohmilch kurz aufkochen, von der Platte nehmen und unter häufigem Umrühren bis 45° abkühlen lassen.
      ca. 2 Eßl. gekauften Joghurt (Fermentaktiv) einrühren,
      in Gläser (ich nehme 4x 250gr) füllen und
      über Nacht in einer Styroporkiste (im Winter mit Decke eingegehüllt) (der Joghurt muss die Temperatur halten können)arbeiten lassen bis zum Morgen, danach im Kühlschrank runterkühlen und genießen.
      Die ist für mich die einfachtse Methode. Geht wohl auch mit Fermenten aus dem Reformhaus oder sogar ohne, hab ich aber noch nicht probiert.
      Ich habe hier eher das Problem, Rohmilch zu ergattern ;-)

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    3. Oh, vielen Dank für die gute Joghurt-Anleitung. Da kann ja eigentlich gar nichts mehr schief gehen. Ja, mit der Rohmilch ist das so eine Sache. Die muß man wirklich direkt von den Milchbauern beziehen, wenn es denn welche in der Nähe gibt. Ansonsten muß man ja in der Kalkulation immer die Spritkosten mit dazu rechnen und dann geht die Rechnung kaum noch auf, um einen Gewinn zu erwirtschaften. Wenn man dieses Pech hat, dann bleibt nur noch der Gedanke, daß man wenigstens ursprüngliche, und damit gesunde Milch erhält. Und unter diesem Gesichtspunkt lohnt sich dann auch die Fahrtstrecke. Wir haben das Glück, daß bei uns öfters mal jemand vorbeifährt, der die Milch gleich mitbringt, weil er auch beim Milchbauern vorbeifährt. Es ist also mehr eine Frage der Organisation, zumindest klappt das bei uns ganz gut.

      LG Petra K.

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