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Schneeflocken

Donnerstag, 23. Juni 2016

Apfelessig selbst gemacht

Apfelessig zu machen war wieder einmal so ein Test, ob man auch dies hinbekommt. Und siehe da, es hat geklappt.

Apfelessig benutze ich jeden Tag. Am meisten für meinen Wildkräutersaft, da kommen auf einen Liter Wildkräutersaft stets 4 Eßlöffel Apfelessig ran. Klingt viel, schmeckt man aber nicht großartig raus. Auch für meinen Wildkräutersalat brauche ich Apfelessig. Im Laden kostet er Geld und das will ich bekanntlich nur noch ungern ausgeben. Zumindest lebe ich nach dem Grundsatz: Jeden Euro, den wir nicht ausgeben, müssen wir nicht verdienen. Oder wir können diesen Euro für Dinge ausgeben, die wir nicht vermeiden können. Und da Kleinvieh bekanntlich auch Mist macht, wird eben bei uns auch ausprobiert, den Apfelessig selbst zu machen, damit man sich auch diese Ausgabe noch sparen kann.

Die Idee, Apfelessig selbst zu machen, kam nicht von mir. Ich habe es hier gelesen. Und ich bin diesen Blogbetreibern wirklich sehr dankbar für die gute Anleitung. Leider wollen sie nun ihren Blog nicht weiter betreiben und evtl. auch die Beiträge löschen. Auch das war ein Grund für mich, den Apfelessig nach dieser Anleitung zu machen, um es wenigstens mal probiert zu haben und meine Erfahrung damit hier immer wieder nachlesen zu können. Im Prinzip ist es ganz einfach, diesen Essig selbst zu machen. Alles, was man dazu braucht, ist etwas Apfelabfall, sprich etwas Kerngehäuse und ein paar Apfelstückchen, Wasser und viel viel Geduld. Nicht die leichteste Übung für mich aber man ist ja lernfähig.

So hab ich den Essig hergestellt:

Kurzablauf:

* ca. 5 Äpfel samt Kerngehäuse kleingeschnipselt in eine Schüssel geben, ich hatte eine Plastikschüssel :-(
* ca. 2 Liter Wasser dazugeben, mit einem sauberen Geschirrtuch und Gummiband abdecken
* etwas Zucker zur Beschläunigung dazugeben
* ungefähr ein bis zwei Wochen stehen lassen, dabei jeden Tag mit einem Holzstäbchen umrühren
* durch ein Tuch abgießen, die Apfelstücke können auf den Kompost gegeben werden
* den abgefilterten Sud wieder ca. 6 Wochen unberührt und mit dem Geschirrtuch abgedeckt stehen lassen, das ist die Reifezeit,
* dann den Essig abfüllen

Eigentlich sollten bereits lt. Anleitung nach einer Woche die kleinen, weißen Bläschen auftauchen. Bei mir hatte das länger gedauert, weil ich mehr Wasser genommen habe, als es in der Anleitung stand. Ich hab mir aber gesagt: Wenn ich das schon mache, dann muß es sich auch lohnen, denn es ist doch ein sehr langwieriger Prozeß, Essig zu machen. Da muß das Ergebnis auch reichen, bis der nächste Essig fertig ist. Insgesamt hat es ca. 8 Wochen gedauert. Dabei heraus gekommen ist tatsächlich Apfelessig, was ich während dieser langen Zeit stark bezweifelt hatte, weil es lange Zeit nach gar nichts gerochen hat.

Tatsächlich: Es ist richtiger, naturtrüber Apfelessig geworden. Und der soll ja besser sein, als der klare Apfelessig, den es im Handel meist gibt. Naturtrüben Essig gibt es meist nur im Reformhaus und da ist er ganz schön teuer.

Nun, das Geld hab ich mir gespart.
Die Erkenntnis: Es funktioniert! 


Apfelessig während der Reifezeit


fertiger, naturtrüber Apfelessig


 in Flaschen abgefüllter, selbst gemachter Apfelessig

Ein Preisvergleich hat ergeben, daß 750 ml naturtrüber Apfelessig ca. 2,50 Euro kostet. Da ich in eigener Herstellung ungefähr 1,5 Liter Apfelessig herausbekommen habe, habe ich demnach ca. 5 Euro gespart. Klingt nicht viel, bedeutet aber, daß ich z. Bsp. 5 Packungen Brotbackmischung kaufen kann. Davon wiederum können wir 5 Wochen lang Brot essen. Soviel zur Größenordnung von NUR 5 Euro.

Hier gibt es weitere Informationen zum guten Apfelessig:

Probiert es aus!

Also bis bald
Eure Petra K.
Essig?
Eß ich!
(Petra K.)

  

Kommentare:

  1. Nach dieser Anleitung werde ich auch nochmal versuchen, Apfelessig herzustellen. Hatte es schon mal versucht, aber nach zwei Wochen wegen der vielen kleinen Fliegen in der Wohnung auf Befehl meines Mannes alles entsorgt. Nun ist Sommer, deshalb werde ich den Ansatz auf dem Balkon deponieren.
    Eignet sich da eine Sorte mehr, die andere weniger?

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    1. Das Problem der kleinen "Essigfliegen" hatte ich nicht, da die um diese Zeit noch nicht aktiv waren, das geht ja erst jetzt so richtig los mit diesen kleinen Plagegeistern. Ist vielleicht deshalb auch günstiger, das im späten Herbst oder im zeitigen Frühjahr zu machen. Das würde sich auch anbieten, um die restlichen Schrumpeläpfel, wenn man eigene Äpfel aus dem Garten hat, zu verbrauchen. Dann am besten gleich eine größere Menge ansetzen, damit man über den Sommer kommt.
      Wegen der Apfelsorten hab ich nicht großartig gewählt, hab das genommen, was gerade anfiel. Ich hab aber mal gelesen, daß saure Äpfel auch einen saureren Essig hervorbringen. Und in diesem Zusammenhang kam mir auch schon die nächste Idee zur Essigherstellung. Man könnte ja auch mal mit anderen Früchten, z. Bsp. Himbeeren oder Johannisbeeren Essig ansetzen. Kann man sicher auch mit gefrosteten Beeren machen. Himbeeressig soll ja im Salat sehr gut schmecken, ist aber ganz schön teuer. Selber machen wäre da die beste Alternative. Also Du siehst schon, daß ich wieder mal im Experimentierfieber bin. Es gibt noch viel zu tun für mich. Hab gar keine Zeit, auf Arbeit zu gehen ;-)

      LG Petra K.

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  2. Vom Himbeeressig hab ich mal eine kleine Abfüllung geschenkt bekommen. Der war wirklich sehr, sehr lecker.
    Wenn ich aber die Preise für diese Köstlichkeit sehe, entscheide ich mich eher für den Verzicht ;-).
    Habe gerade mal nachgeforscht und nur Rezepte, die die Himbeeren (Brombeeren etc.) in Apfelessig oder Weissweinessig angesetzt haben.
    Dafür habe ich so interessante Rezepte wie Milchessig, Rosenessig usw. bei Chefkoch. de gefunden.
    Beim Rezept für Milchessig habe ich gleich an deine Großlieferungen von herrlicher Rohmilch denken müssen.
    Wenn du magst, stelle ich das Rezept hier rein.

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    1. Milchessig - Mein Gott, was stelle ich mir denn darunter vor? Hab keine Ahnung, für was der gut sein sollte oder zu was man den verwendet, sorry. Vielleicht hast Du da ja mehr Informationen?
      Die Betrachtung der Kosten vom Himbeeressig war auch meine Intuition, den vielleicht einfach selbst anzusetzen. Aber nicht nach der Maßgabe, wie Viele es machen, nämlich einfach Himbeeren in Essig zu legen und damit dem Essig einen gewissen Himbeergeschmack zu geben, sondern genau wie bei der Herstellung von Apfelessig zu verfahren, aber eben mit Himbeeren. Müßte doch funktionieren, oder?
      Leider hab ich dieses Jahr keine Himbeeren, weil unsere Sträucher im Garten auf Grund des Wassermangels alle eingegangen sind. Sofern ich mich allerdings dazu durchringen könnte, die Himbeeren im Laden zu kaufen, werde ich das sicher noch ausprobieren.

      LG Petra K.

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    2. Dieses Rezept hatte ich bei chefkoch.de gefunden und war ziemlich überrascht.
      Gepostet wurde es von einem Mitglied Edeltraud44 im Jahre 2002

      MILCHESSIG

      2 L Vollmilch


      "Die Milch in eine Schüssel gießen und von selbst gerinnen lassen. Die gesäuerte Molke abheben, abklären lassen und durch das Mulltuch filtern. Anschließend die Molke in ein Gefäß legen, so daß sie gären kann. Je nach Temperatur ist sie nach wenigen Tagen oder einer Woche sauer und damit zu Milchessig geworden. Man kann ihn nun in Flaschen filtern, diese verschließen und fertig.
      Diesen Essig eignet sich hervorragend für die Zubereitung von Salaten und ist besonders für grüne Bohnen oder Tomatensalat zu empfehlen." Die Verwendung als Salat-Dressing kann ich mir schon sehr gut vorstellen. Ich nehme jetzt auch manchmal Pfeffer, Salz und Joghurt etc.

      Petra, wenn du es geschafft hast, aus Himbeeren direkt Essig zu machen, dann bin ich sehr auf die Anweisung gespannt.

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    3. Wir haben hier nicht viele Himbeeren und unseren Garten mußten wir ja wegen Wassermangel aufgeben. Da wird nix mit Himbeeressig werden, leider.

      LG Petra K.

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