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Freitag, 5. September 2014

Holunderbeerensaft selbst gemacht

Wenn es etwas gibt, worauf ich mich im Herbst so richtig freue, dann sind es die Holunderbeeren. Der Herbst an sich ist ja schon wunderschön. Das Laub wird bunt und mitten hinein scheinen warme Sonnenstrahlen. Man muß keine Hitzewellen mehr befürchten, die einem zum Nichtstun zwingen, man kriegt wieder Luft und kann die Verbundenheit mit der Natur so richtig genießen.

Und ein solches Naturprodukt sind die Holunderbeeren. Gestern habe ich mein gesammeltes Gut verarbeitet und köstlichen Saft daraus gemacht.

Ich liebe diesen Saft schon seit meiner Kindheit. Meine Mutter hat aus den Beeren, die von einem Strauch stammten, der mitten auf dem Hof wuchs, immer Holunderbeersuppe gemacht. Die wurde aus den Beeren gekocht, dann mit Zucker gesüßt und mit angerührtem Vanillepuddingpulver sämig gemacht. Wenn die Suppe auf dem Teller war, gabs noch geröstete Semmelwürfel auf die Suppe und das war für mich das schönste Abendessen, was ich mir vorstellen konnte. Leider kann sich mein Mann nicht so sehr dafür begeistern, ist ihm wahrscheinlich zu süß als Abendessen, er mag es nicht einmal als Kaltschale, wenn im Sommer sich hier eine Hitzewelle nach der anderen übers Land breitmacht.

Weil ich aber ungern auf meine geliebten Holunderbeerprodukte verzichten will, gibt es wenigstens für mich den Holunderbeersaft. Den verdünne ich mir mit Wasser und genieße jeden Schluck davon. Man könnte sagen: Schluck für Schluck ein Stück Kindheitserinnerung.

Ich hatte einen 10-Liter Wassereimer voll Holunderbeerdolden gesammelt. Mit der Brause wurden die Beeren gleich im Bad abgespült. Mit der Schere habe ich die Beeren kurz von den Trauben abgeschnitten, damit nicht soviel Grünzeug dran ist. Ist einfach besser, weil dann mehr Beeren in den Topf reinpassen.
Wer die Beeren nach dem Auskochen noch als Marmelade etc. weiterverwerten will, der sollte sich die Mühe machen, die Beeren ganz ohne Stiele abzupuhlen, macht sich einfach besser, weil man da gleich die fertige Masse verwenden kann. Ich hab das nicht gemacht, weil ich immer die Erfahrung machen mußte, daß Holunderbeermarmelade nicht gelieren will. Habs zweimal probiert und immer ging es schief. Jetzt hab ich keine Lust mehr darauf. Die nicht gelierte Marmelade konnte ich zwar trotzdem noch verwenden und zwar als Fruchtmus für den Joghurt. Ich sage Euch, das ist eine Wucht von Geschmack. Einfach herrlich. Seit ich das mal gemacht habe, hab ich nur noch Naturjoghurt gekauft und dann dieses Mus reingerührt, weil es so phantastisch geschmeckt hat und Naturjoghurt ist ja auch viel billiger zu haben, als Joghurt mit irgendwelchem künstlichen Geschmack. Den Unterschied schmeckt man definitiv. Doch seit ich mich mit gesunder Ernährung intensiv beschäftige, weiß ich natürlich , daß die Milchprodukte aus Kuhmilch nicht besonders förderlich für unsere Gesundheit sind. Und von wegen Milch ist gut für das Kalzium. Vergessen Sie es!
Es gibt viel gesündere Alternativen, um uns mit Kalzium zu versorgen. Ich sage nur: Wildkräuter...

So sah mein Ergebnis der Beerenernte aus:


Zutaten für Holunderbeersaft:
1 Wassereimer voll Holunderbeeren
3 Liter Wasser
1 - 1,2 kg Zucker (je nach Geschmack)
8 Päckchen Vanillezucker
ca. 20 gr Zitronensäure

Zubereitung:
Die sauberen und abgezupften oder abgeschnittenen Beeren in einen großen Topf (8 Liter Fassunsgvermögen) geben, mit 3 Liter Wasser aufgießen. Aufkochen lassen, dann ca. 45 min leicht köcheln lassen. Wenn die Beeren dann schön ausgekocht sind, noch mit dem Kartoffelstampfer die Beeren richtig stampfen, damit auch der letzte großartige Geschmack in den Saft wandert. Die Beeren in ein Sieb geben, damit der Saft ablaufen kann oder in ein altes Geschirrtuch, da kann man dann die Beeren richtig auspressen. Ich hab das allerdings nicht gemacht, denn das Geschirrtuch wird definitiv nie wieder die bisherige Farbe haben. Holunderbeerflecken gehen so gut wie gar nicht wieder aus Stoffen heraus aber zum Färben müßte sich so ein Sud bestens eignen.
Also immer beherzigen: Beim Arbeiten mit Holunderbeeren immer dunkle, alte Sachen anziehen!

Den gewonnenen Saft in einen zweiten großen Topf umfüllen, den Zucker dazu, den Vanillezucker und die Zitronensäure auch mit reingeben. Immer mal umrühren und kosten, bis es geschmacklich passt (das ist das Schönste am Saft machen) und in die vorbereiteten, sauberen Flaschen füllen.
Flaschenränder jeweils nach dem Einfüllen mit einem sauberen, heißen Lappen abwischen, heiß gespülte Gummistopfen drauf und auskühlen lassen. Etikett mit dem Namen und dem Datum versehen, damit man später auch weiß, was drin ist.

Wie immer gilt:
Die Flaschen und Gummistopfen zum Verschließen der Flaschen nicht mit Spülmittel reinigen, nur mit sehr heißem Wasser. Damit die Flaschen beim Einfüllen nicht zerspringen, unter der zu füllenden Flasche ein feuchtes, warmes Tuch legen. Die fertig gefüllten und verschlossenen Flaschen auf Holzbrettchen oder dem Gitterrost des Backofens stellen und bis zum völligen Auskühlen nicht bewegen.

Ich habe aus den Beeren und den Zutaten 4,5 Liter Holunderbeersaft gewonnen. Es wird also nicht für das ganze Jahr reichen, deshalb werde ich wohl noch einmal losgehen und einen weiteren Eimer Holunderbeeren sammeln. Mal sehen, was ich so finde. Der Saft ist definitv zu köstlich, um ihn nur der Natur zu überlassen. Den Vögeln schmecken sie auch sehr gut, deshalb lasse ich auch immer eine Ration für sie übrig. Man kommt sowieso nicht an die Spitzen der Holunderbeersträucher heran. Diese Beeren dort oben bleiben dann für die Vögel übrig.

Und nun freue ich mich auf ein Glas Holunderbeerensaft.

Na dann, Prost!
Eure Petra K.



  

Kommentare:

  1. Guten Morgen Petra, hier gibt es heiße Diskussion am Frühstückstisch zum Thema Hlunderbeersaft. Hast du extra Flaschen und Gummistöpsel dafür gekauft? Oder sind es leere Weinflaschen? Hier wachsen nämlich auch eine ganze Menge Holunderbeeren und da wollte ich es einfach mal probieren. Nur: ich habe keine Stöpsel. Nun steht die Frage: Muss man beim ersten Mal Flaschen und dazugehörige Stöpsel kaufen? Oder passen die gekauften Stöpsel auf jede Weinflasche?
    Hachja, du hast mich richtig angesteckt :-)
    Liebe Grüße
    Uta

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    1. Liebe Uta, na da hab ich ja was angerichtet...
      Wenn es sich vermeiden läßt, sollte man den Neukauf von Flaschen schon im Hinblick auf die Kosten vermeiden. Man hat soviele leere Flaschen, die man auch meist weiter verwenden kann. Die Flaschen hab ich von meinen ausgetrunkenen Weinschorleflaschen, die ich mir grundsätzlich aufbewahre. Das sind Literflaschen und für unsere Getränkeversorgung damit bestens geeignet. Die Gummistopfen hab ich in einem Baumarkt (Baywa) gekauft. Da gibt es 10-er Packs je nach Größe ca. 2-3 Euro die Packung. Ich hab die Größe 1 (kleinere Flaschenhälse für normale Weinflaschen) und auch die Größe 2 (die sind etwas größer, für dickere Flaschenhälse/ z.Bsp. Sektflaschen). Die kann man allesamt immer wieder verwenden.
      Da die Weinschorle-Flaschen Schraubverschlüsse haben, kann ich, wenn die Flasche mit meinen Säften oder dem selbstgemachten Sirup angebrochen wird, den Gummistopfen, mit dem ich diese Flaschen verschlossen hatte, runterziehen und einen normalen Schraubverschluß, der ja ursprünglich auf den Flaschen drauf war, wieder nutzen (mußt natürlich nach dem Gebrauch des ursprünglichen Flascheninhaltes den Schraubverschluß spülen). Das macht sich besser, als bei jedem Gebrauch die Gummikappe runterzuziehen.

      LG Petra K.

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    2. Also, liebe Petra, ich war dann heute Nachmittag Holunderbeeren pflücken. Leider kann ich dir hier in das Antwortfeld kein Bild einfügen. Ich hab erstmal zum Testen einen halben Eimer gepflückt (5l-Eimer). Morgen Vormittag beginnt dann mein Experiment. Wegen mangelnder Gummistopfen sind wir auf die Idee gekommen, leere Bierflaschen zu nehmen und zwar solche, die einen Schnappverschluss mit Gummi haben. Ich teste das einfach mal. Es sind ja nur 3 Flaschen. Im nächsten Jahr weiß ich das dann schon. Ich bin echt gespannt, was du jetzt im Herbst noch so alles hier einstellst und ich Schritt für Schritt nachmachen kann. :) Ich freue mich schon drauf

      Hast du schon mal Hagebutten gesammelt und getrocknet? Mir geht es ums Trocknen. Wie könnte man das machen, ohne dass sie schimmeln?

      Einen schönen Abend noch und liebe Grüße
      Uta

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    3. Ich wünsche Dir viel Erfolg. Das wird schon. Hab auch immer erst vorsichtig angefangen. Mit den Bierflaschen das geht sicher sehr gut, die werden durch den Gummi ja auch dicht, wenn Du sie richtig auswäschst, kann da bestimmt nichts passieren. Das Bild kannst Du ja auf Deinem Blog veröffentlichen, wenn Du magst.
      Hagebutten hab ich auch schon gesammelt. Wir haben die mittig aufgeschnitten und die Kerne rausgekratzt, ist ne Heidenarbeit und die Kerne nennen sich nicht umsonst "Juckpulver". Aber wenn man die nicht aufschneidet, können die wirklich schnell schimmeln. Ich hab jetzt aber vor Kurzem mal Hagebutten für Tee kaufen müssen, weil es im letzten Jahr bei uns hier nur ganz wenige gab. Wenn ich 10 Hagebutten an den Sträuchern gefunden hab, waren es viel, war eben auch schon im letzten Jahr viel zu trocken hier. Die gekauften hab ich mal mit Kerne bestellt, weil man da viel mehr fürs gleiche Geld bekommt. Kann man definitiv auch für Tee verwenden und es juckt auch nicht, wahrscheinlich weil sie schon getrocknet waren und deshalb die juckenden Fasern schon verloren hatten.
      Ich trockne alles auf Zeitungspapier in der Wohnung. Wenn Du einen trockenen Schuppen oder Scheune hast, ist es natürlich idealer. Alternativ gibt es auch Dörrautomaten, die sind mir aber zu ineffizient, weil zu viel Stromverbrauch.

      Dir auch noch einen schönen Abend und liebe Grüße an die Familie von
      Petra K.

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