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Mittwoch, 13. August 2014

Estragon getrocknet - die volle Würzkraft

Ich hatte ja hier schon erwähnt, daß ich Mittel und Wege zur Verarbeitung von Estragon gesucht hatte. Der Estragon-Wald im Garten mußte unbedingt gelichtet werden.

Da nun aber mein Experiment von Estragon-Pesto doch eher nach hinten losgegangen ist, hatte ich mich dazu entschlossen, den restlichen Estragon aus eigener Ernte doch lieber zu trocknen.
Nun hatte ich bereits im Vorfeld schon öfters gelesen, daß getrockneter Estragon wohl kaum noch Würzkraft haben soll. Bisher hab ich sowas meist geglaubt, warum sollte ich es auch nicht glauben? Das Trocknen von Kräutern ist keine Wissenschaft und soviel kann man da wahrlich nicht falsch machen, daß es da megamäßige Unterschiede im Ergebnis geben könnte. Doch ich hatte mich da gewaltig geirrt.

Wenn ich einen Tipp an alle Estragon-Liebhaber geben kann, dann ist es dieser:

Glauben Sie nie etwas, was man irgendwo im Internet oder in sonstigen Medien schreibt oder sagt!
Und dieser Tipp bezieht sich keinesfalls nur auf die Würzkraft der Kräuter. Wer hier schon länger mitliest, wird wissen, wie ich das meine...

Aber zurück zum Estragon. Da ich soviel hatte, hab ich mich dann doch dazu entschlossen, ihn zu trocknen. Wenn er dann eben keine Würzkraft mehr hätte, dann könnte ich ihn ja immer noch auf den Kompost werfen, so hab ich zu mir gesagt.

Versuch macht klug(ch)!

Was mir nach dem Trocknen für eine gewaltige Würzkraft entgegenschlug, das hätte ich in meinen kühnsten Träumen nicht erwartet.
Also wenn irgendjemand mal an verstopfter Nase leidet, ich würde ihm empfehlen, die Nase mal über getrockneten und gerebelten Estragon zu halten, zumindest, wenn es welcher aus dem eigenen Garten ist. Oder einfach selbst getrockneten Estragon mit den Händen rebeln. Was da passiert, grenzt schon an ein Wunder.
Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, wie jemand darauf kommt, daß getrockneter Estragon keine Würzkraft mehr haben soll. Liegt es an der industriellen Verarbeitung? Oder schreibt da nur Einer vom Anderen ab, ohne es je ausprobiert zu haben? Ich habe keine Ahnung.

Getrockneter und gerebelter Estragon hat die volle Durchschlagekraft bei verstopfter Nase und ich weiß, wovon ich rede, da ich immer nur max. ein Nasenloch als frei bezeichnen kann, das andere ist immer zu. Mal das Eine und mal das Andere, das hängt davon ab, wie ich mich bewege. Wenn ich kopfüber arbeite, dann krieg ich durch keines mehr Luft, muß nur durch den Mund atmen, sobald ich wieder hochkomme, geht das eine oder das andere Nasenloch wieder auf. Was soll´s, ich hab mich dran gewöhnt, daß es so ist.

Doch beim Rebeln des Estragon fing meine Nase zu "laufen" an, wie ich das schon lange nicht mehr gekannt habe. Die Nase wollte sich gar nicht wieder einkriegen, ich hab den ganzen Nachmittag noch den Duft von Estragon in der Nase gehabt und ein Taschentuch nach dem anderen verbraucht. Es war so, als ob meine Nase den Unrat von Jahren loskriegen wollte. Und das alles wegen Estragon, der angeblich im getrockneten Zustand kaum noch Würzkraft haben soll.

Mein Fazit: Das ist die volle Power!

Ich hab den gerebelten Estragon dann abends noch gemahlen, in einer alten elektrischen Kaffeemühle, die ich nur noch zum Mahlen meiner Kräuter nehme. In einer Dose verstaut, Deckel drauf, damit diese Power auch noch lange erhalten bleibt.

Und nun kann ich auch im Winter, wenn kein Estragon im Garten wächst, das Essen mit mediterranem Flair würzen. Man soll eben alles ausprobieren.
Ich kann es immer noch kaum glauben, schon aus dem Grund, daß Estragon ein sehr gutes Gewürz ist, etwas herb und auch ein bisschen scharf. Ganz hervorragend, wenn man bei leichten Gerichten den gewissen Kick haben will. Er ist immer gut, wenn man Soßen oder Suppen geschmacklich aufpeppen will.

Nun habe ich wieder eine Zutat mehr, wenn ich Gemüsebrühe aus Brühpulver "selfmade" machen will. Das hab ich mir nämlich auch noch vorgenommen, doch bis jetzt scheiterte das immer, weil ich noch nicht genügend Zutaten in den Größenordnungen eines Jahresbedarfes hatte. Und wir kochen immer frisch, nix mit Fastfood oder Pizzaservice. Da kann man schon ahnen, wieviel Bedarf an Zutaten für Gemüsebrühe man pro Jahr hat. Ich möchte auf jeden Fall noch dahin kommen, daß man die kleinen Gläschen Brühpulver nicht mehr kaufen muß. Man muß da ja immer damit rechnen, daß da alles andere drin ist, als das, was man erwartet, in unserer chemisierten Welt. Und von den Preisen, die diese kleinen Gläschen Brühpulver oder Brühwürfel kosten, will ich gar nicht reden. Ich hab so den Eindruck, daß Gewürze in den letzten Jahren exorbitant gestiegen sind. Grund genug, um nach Alternativen zu suchen, die kostenfrei vor der Haustür wachsen.

Ich werde davon berichten, wenn ich das ultimative Rezept für eigenes Brühpulver gefunden habe.
Dann bin ich wieder ein bisschen autarker in unserem Bedarf an Lebensmitteln.

Und das ist nun von einem halben Estragon-Wald übrig geblieben:


Nicht wirklich viel,oder? Aber man braucht zum Würzen auch nur eine kleine Prise. Und schon hat man den vollen Estragon-Geschmack. Es dürfte also für ein ganzes Jahr reichen. Und zur Not habe ich ja auch noch allerhand frischen Estragon im Garten. Ich könnte also mindestens noch mal dieselbe Menge herausbekommen, denn wo sich der Estragon einmal wohl fühlt, dort wächst er ungestüm. Ich werde ihn zukünftig nicht mehr in der Ausbreitung eingrenzen, denn er würzt ganz großartig, ob frisch oder getrocknet. 


Fazit: Es gibt nicht´s Gutes, außer man tut es!

Eure Petra K.



Kommentare:

  1. Hallo Petra,
    danke für Deinen Versuch :) Bei Chefkoch gibt es ein Rezept für "Brühe-Pulver" zum selbermachen, das war mit Möhren, Zwiebeln etc., ich finds ganz gut, ist auch lange haltbar, weil es getrocknet wird im Ofen. Immer noch besser als die Chemie-Keule aus dem Supermarkt.
    Viele Grüsse Bea

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    1. Danke für den Tipp, liebe Bea. Ich werd mir das Rezept raussuchen und mal anschauen.

      LG Petra K.

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