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Schneeflocken

Donnerstag, 17. Juli 2014

Apfelsirup aus Fallobst

Manchmal bekommt man Fallobst geschenkt oder man muß im eigenen Garten Fallobst auflesen, wenn man es nicht der Natur überlassen will. Nun gut, man könnte auch sagen: Da wird guter Humus draus.
Aber manchmal sind noch ein paar ordentliche Obststücke dabei und es wäre schade, das vergammeln zu lassen. Jetzt kommt die Zeit der ersten Äpfel diesjähriger Ernte, die Augustäpfel, wie wir dazu sagen. Ja, wir haben erst Mitte Juli aber in diesem Jahr ist alles etwas anders, da reifen eben auch die Äpfel eher.

Nun sind die Klaräpfel, wie die Augustäpfel meines Wissens nach richtig heißen, nicht gerade der absolute Gaumenschmaus, noch etwas fad im Geschmack und meistens werden sie gar nicht erst richtig reif, da fallen sie schon runter. Doch was macht man mit diesen Äpfeln? Apfelmus?
Nee, nicht schon wieder. Wir haben noch den Mus vom vergangenen Jahr und wenn wir viel davon verzehrt haben, dann waren es 2 oder max. 3 Gläser, die aufgebraucht wurden. Wir sind nicht so die Kompottesser.

Also hieß es wiedermal: Sirup daraus machen...

Ich sag es gleich vorweg, es ist nicht unser absoluter Sirupfavorit, wenngleich ich ihn auch nicht missen möchte. Ich habe aber auch noch andere Alternativen, was Sirup betrifft und das hängt sicher auch mit dem mangelnden Eigengeschmack der Klaräpfel zusammen. Geschmacklich kräftigere Äpfel bringen da einen weitaus besseren Geschmack zustande. Aber deshalb das Obst wegschmeißen oder vergammeln lassen und damit die Wespen in den Garten locken, die sich freudestrahlend darüber hermachen und uns ganz nebenbei das Leben schwer machen, weil man immer damit rechnen muß, daß sie mal schnell zustechen? Und weil die sich so wohl fühlen, setzen sie auch gleich noch ihre Wespennester im Schuppen an die Balken und man muß den Schuppen für etliche Wochen als Tabuzone betrachten.
Nein, lieber mach ich wieder Sirup daraus, denn ich habe keinen Entsafter, um ganz einfach Saft aus dem Obst zu machen. Die sind mir echt zu teuer, kann ich mir nicht leisten. Also, wer einen Entsafter loswerden will, der kann sich gerne bei mir melden. Ich nehme ihn mit Kußhand ab.

Das sind die Zutaten für den Apfelsirup mit Estragon und Pfefferminze:

Ca. 2 Kg. Äpfel
1,5 Liter Wasser
1,5 kg. Zucker
50 gr. Zitronensäure 
Schale von einer Zitrone (oder auch den Saft der Zitrone mit nutzen, dann Zitronensäure mindern)
1 Stängel Estragon (bei mir war der Stängel 1,5 Meter hoch und sehr verzweigt)
25 Stängel Minze (ca. 20 cm hoch je Stängel)


Und so wird der Sirup zubereitet:

Äpfel waschen und ggf. etwas ausschneiden, falls Druckstellen dran sind.
Jeweils ca. 650 gr. Äpfel mit 500 ml. Wasser im Mixer mixen. Ein altes Geschirrtuch in ein Sieb legen, dieses Sieb in einen großen Topf hängen. Die gemixte Apfelmasse in das Tuch schütten und auswinden. Dem so gewonnenen Sud Zucker und Zitronenschale dazugeben und unter Rühren zum Kochen bringen, ca. 5 Minuten leicht köcheln lassen. Nach dem Kochen den Topf von der heißen Herdplatte herunterziehen.
Estragon und die Pfefferminze kurz abspülen und zum Sud geben (ggf. die Stängel in Stücke schneiden) und alles ca. 12 Std. ziehen lassen. 
Danach Zitronenschale, Estragon und Minze mit einem Schaumlöffel herausfischen, den Sud durch ein altes Geschirrtuch abseihen.
Zitronensäure zugeben und nochmals aufkochen, den Schaum abschöpfen, ggf. nochmal abschmecken und in heiße, sauber gespülte Flaschen füllen. 
Flaschenränder jeweils nach dem Einfüllen mit einem sauberen, heißen Lappen abwischen, heiß gespülte Gummistopfen drauf und auskühlen lassen. Etikett mit dem Namen und dem Datum versehen, damit man später auch weiß, was drin ist.

Wie immer gilt:

Die Flaschen und Gummistopfen zum Verschließen der Flaschen nicht mit Spülmittel reinigen, nur mit sehr heißem Wasser. Damit die Flaschen beim Einfüllen nicht zerspringen, unter der zu füllenden Flasche ein feuchtes, warmes Tuch legen. Die fertig gefüllten und verschlossenen Flaschen auf Holzbrettchen oder dem Gitterrost des Backofens stellen und bis zum völligen Auskühlen nicht bewegen.

Aus den Zutaten habe ich reichlich 3 Liter Apfelsirup heraus bekommen. Schmeckt schön nach Apfel und Minze, der Estragon macht das Ganze etwas herzhafter und kräftiger.
Für ein Glas Wasser braucht man ca. 5 bis 6 Teelöffel Sirup aber die Menge ist natürlich Geschmackssache.

Und so habe ich doch noch das Fallobst einer genüßlichen Verwendung zugeführt. Wir haben einen schönen Vorrat für heiße Sommertage und auch in der kalten Jahreszeit schmeckt ein Glas Wasser mit etwas Sirup drin ganz herrlich. Es ist selbstgemacht und man weiß, was drin ist. Auf jeden Fall keine Geschmacksverstärker oder sonstige chemische "Haltbarmacher" und/oder "Gesundheitsvernichter".
Und das ist das Wichtigste daran. Dafür stelle ich mich gern ein paar Stunden in die Küche.




Na dann, Prost!

Nachtrag 29.08.2016:
Ein noch besserer Apfelsirup ist mir hier gelungen:
http://auf-dem-weg-in-die-freiheit.blogspot.de/2016/08/neuer-feinster-apfelsirup-selbst-gemacht.html
 

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