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Samstag, 17. August 2013

Zucchini – ein stetig sprudelnder Quell als natürliches Lebensmittel

Gerade vom Tisch aufgestanden und immer noch und vor allem immer wieder begeistert, wie gut man von Zucchini leben kann.

Ende April habe ich einige Samenkörner in die Erde gesteckt. War vielleicht noch etwas früh, denn eigentlich soll man das alles erst ab einer Bodentemperatur von 20 Grad Celsius machen aber da es so schön warm war zu der Zeit und es mich nach dem langen Winter regelrecht hinausgezogen hat, hab ich mich auf die geliebten Zucchini-Taler gefreut, die wir jedes Jahr im Sommer so gerne essen. Es sind dann von den ungefähr 10 gesteckten Samenkörnern auch nur 3 Pflanzen daraus geworden aber das reicht ja allemal, wenn man zu zweit davon essen will. Es war auch noch der Samen vom vorherigen Jahr, vielleicht sind auch deshalb nur 3 Pflanzen gekommen.

Nun ist es aber soweit. Schon seit einigen Wochen gibt es die Zucchinis, die inzwischen Ausmaße von großen Keulen angenommen haben, mit denen man jemanden regelrecht erschlagen könnte. Da wir jedoch jegliche Gewalt ablehnen, ist uns die kulinarische Variante weitaus lieber. Zucchinis zuzubereiten ist noch dazu so einfach und es geht ganz schnell, ein leckeres Mittagessen zu zaubern. Einfach die Zucchini ernten, 50 Meter in die Küche tragen (das ist für mich immer noch einer der größten Vorteile gegenüber gekaufter Ware, wo man nie weiß, durch wie viele Länder die transportiert wurden, um in die Supermärkte zu gelangen, wo sie auch wieder tagelang herumliegen, es wird schließlich alles als Massenware eingekauft), dann wird sie in Scheiben geschnitten, ca. 1 bis 1,5 Zentimeter dick, wer´s mag, kann sie auch dicker machen. Die Taler auf ein mit etwas Öl gefettetes Backblech legen. Dann etwas Himalaya-Salz auf die Zucchini-Scheiben, etwas Pfeffer aus der Mühle und dann je nachdem, ob man es vegetarisch mag oder auch nicht, ein paar Schinkenwürfel drauf oder auch nicht. Dann eine Scheibe kräftigen Käse (wir nehmen da gerne Gouda), ab in den Backofen und bei ca. 180 Grad backen bis der Käse eine leichte Braunfärbung annimmt. Dann ist er schön cross und die an sich recht geschmacksneutrale Zucchini wird zu einem Gaumenschmaus sondersgleichen. Dazu werden einfach ein paar Salzkartoffeln geschält und gekocht, fertig ist ein sommerleichtes Mittagessen.

Die Kartoffeln habe ich natürlich auch aus unserem Garten, denn Kartoffeln sind ja in unseren Breiten immer noch die Hauptbeilage zu den meisten Speisen.
Ich habe bis jetzt, um die im Mai gelegten Kartoffeln noch etwas wachsen zu lassen, erst einmal nur die Kartoffeln geerntet, die irgendwo auf der Gartenfläche gewachsen sind, wo ich im letzten Jahr Kartoffeln hatte. Ich hab sie wachsen lassen, weil ich wissen wollte, was da zu gegebener Zeit unten dran ist. Und siehe da, ich war überrascht. Recht ordentliche, nicht zu kleine Kartoffeln dran. Na, die haben wir uns natürlich schmecken lassen. Ein Unterschied wie Tag und Nacht zu den gekauften Kartoffeln. Geschmacklich einfach um ein Vielfaches besser.

Nun hab ich mir, die ich erst im letzten Jahr mit dem Gärtnern angefangen habe – bis dahin habe ich Gartenarbeit regelrecht gehaßt, viel Arbeit und im Vergleich dazu, daß man alles im Supermarkt so billig kaufen kann, kam es im Aufwand-Nutzen-Verhältnis einfach zu schlecht weg.
Aber wie das im Leben eben so ist, der Mensch verändert und entwickelt sich. Ich wurde anspruchsvoller und all die sogenannten „Lebensmittelskandale“ taten ihr Übriges dazu.
Claudia Apfelthaler http://frohmitrohkost.com/ hat mich neugierig gemacht und mich auf den Weg zur Naturkost gebracht. Nun, ich bin noch nicht soweit, daß ich vegan lebe, also nur Rohkost esse, weil ich noch nicht so recht weiß, was man dann im Winter essen soll oder kann. Aber ich bin auf dem Weg in die richtige Richtung mit vegetarischer Kost und es bekommt mir außerordentlich gut.

Aber zurück zu den Kartoffeln. Es gibt für mich eine ganz grundsätzliche Überlegung. Wenn es die kleinen Kartoffeln schaffen, die sich bei der Ernte in der Erde verstecken, über den Winter zu so relativ großen Kartoffeln heranzureifen und auch mengenmäßig bei der Ernte nicht schlecht abschneiden, warum werden dann die Kartoffeln nicht, ähnlich wie das auch bei Wintergerste in der Landwirtschaft gemacht wird, bereits im Herbst gelegt? Daß sie keinen Schaden davon tragen, hat die Ernte der Kartoffeln, die ich bis jetzt raus genommen habe, gezeigt. Und wir hatten wahrlich einen harten Winter. Unter Minus 20 Grad über längere Zeit und auch viel Schnee zeitweise. Die Kartoffel scheint das nicht zu stören. Ganz im Gegenteil, sie haben eine längere Wachstumszeit, als die Kartoffeln, die ich im Mai gelegt habe und jetzt noch nicht ernten möchte, weil ich mir sicher bin, daß sie noch um ein ganzes Stück größer werden, wenn ich sie noch etwas drin lasse.

Ich kann mich an meine Kindheit erinnern, da wurden in den Herbstferien Kartoffeln geerntet. Und die Herbstferien waren immer im Oktober. Wir mußten da immer mit zum Schülereinsatz. Das war nicht schlimm, ganz im Gegenteil, es war immer ganz lustig. Man konnte sich mit den kleinen Kartoffeln beschmeißen, die sowieso wieder in die Erde befördert wurden. Wenn es Frühstückszeit war, dann kamen die Frauen aus der LPG mit einer großen Kiste belegter Brote auf´s Feld gefahren. Und obwohl ich in der Schule immer die Brote gehaßt habe, weil es aus der Brotdose immer so gemuchtet hat, was ich nicht leiden konnte, haben diese Brote so unglaublich gut geschmeckt, daß man gar nicht genug kriegen konnte. Auch der heiße Tee, den ich im normalen Leben niemals freiwillig getrunken hätte, war ein Gedicht. Dazu die frische Luft, am Feldrand sitzen und den zwitschernden Vögeln zuzuhören, das war einfach herrlich. Schöne Jugendzeit, könnte ich doch noch einmal diese Zeiten erleben...

Ja, die Jugendzeit ist vorbei. Jetzt muß man für die eigene Existenz selber sorgen und man kann sich nicht mehr darauf verlassen, daß die Eltern immer ein Essen bereitstellen und wo es herkommt, war zu Kinderzeiten unwesentlich. Es war selbstverständlich, daß immer alles da war, was man zum Sattwerden brauchte. Vorbei der Mai, wie meine ehemalige Kollegin immer zu sagen pflegte.

Ich werde also in diesem Jahr das Experiment machen und mal eine oder zwei Reihen Kartoffeln im Herbst legen. Mal sehen, was draus wird, denn davon lebt mein Experiment – ausprobieren.
Das werde ich mit den kleinen Kartoffel machen, die es sowieso nicht lohnt zu ernten, weil man die nur in der Pfanne braten kann, um sie zu nutzen. Als Salzkartoffeln kann man sie nicht brauchen, da sind sie zu klein aber für mein Experiment sind sie gerade richtig. Sie erhalten dann eine längere Wachstumszeit und müßten theoretisch dann genauso groß werden, wie die Kartoffeln, die man im Frühjahr legt. Na mal sehen, was daraus wird.

Ich hätte nie gedacht, daß Gärtnern so spannend sein kann. Allerdings nur mit meinem Spruch: Was wird, das wird, was nicht, das bleibt. Notfalls gibt es ja immer noch den Supermarkt. Aber wenn ich da eine bahnbrechende Entdeckung gemacht haben sollte, dann soll es ja nicht zu unserem Schaden sein. Wir werden sehen...



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