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Schneeflocken

Sonntag, 18. August 2013

Mangold, das Essen für Vegetarier und Genießer

Ich habe in diesem Jahr das erste Mal Mangold angebaut. Ich hatte keine Ahnung, wie das schmeckt aber ich bin nun restlos begeistert.
Mangold ist soooo gesund. Mangold ist reich an Eiweiß, Jod, Vitaminen, Natrium, Eisen und Kalium. Besonders das enthaltene Vitamin K ist für unseren Körper von Bedeutung: Es ist wichtig für die Blutgerinnung und die Knochenbildung.
Also bestens geeignet für ein Sonntagsessen, was schnell gehen und nicht viel kosten soll.
Glauben Sie es mir, man braucht kein Fleisch, wenn man Geschmack essen will. Fleisch ist durch die hochgezüchteten und mit allen möglichen Chemikalien und Medikamenten zugedröhnten Tiere, die, wie ich einmal gelesen habe, auch mit bis zu 80 % genverändertem Futter gefüttert werden, so derartig schädlich und das schmeckt man auch. Ich hatte zu den Zeiten, als ich noch Fleisch gegessen habe, immer das Gefühl, als ob ich auf eine Schuhsohle beiße, niemals aber wie ein Stück Fleisch, dessen Geschmack ich noch aus Jugendzeiten kannte. Ich habe also mit dem Fleischkonsum nicht aufgehört, weil mir die armen Tiere leid tun, ich bin schließlich auf einem Bauernhof groß geworden und da gehörten Tiere, die eben zu gewissen Zeiten geschlachtet wurden, dazu. Damit hatte ich nie ein Problem, weil ich es nicht anders kannte.

Nein, mir schmeckt das heutige Fleisch einfach nicht mehr. Und wie sage ich immer so schön, was einem nicht schmeckt, das vermisst man nicht.

Gemüse hat noch einen gewissen Eigengeschmack und schlägt Fleisch meiner Meinung nach um Längen.

Für mein Experiment, mit so wenig wie möglich Geld auszukommen und mich trotzdem oder vielleicht gerade deshalb gesund zu ernähren, ist Mangold goldrichtig.
Es hat mich ein Samentütchen gekostet. Wenn das Tütchen 1 bis 2 Euro gekostet hat, war es viel, obwohl die Sämereien auch immer teurer werden. Deshalb sollte man auch immer ein paar Pflanzen wachsen und blühen lassen, dann kann man den Samen sammeln und im nächsten Jahr wieder aussäen. Da spart man auch Geld und es ist wirklich keine Arbeit dabei.

Ich habe das im letzten Jahr mit den Möhren so gemacht. Ich hab sie einfach stehen lassen, wohl auch aus der Tatsache heraus, daß ich im letzten Juli noch mal Möhren gesät hatte, in der Hoffnung, daß da vielleicht nochmal was wird. Na ja, die Möhrchenchenchen waren dann doch etwas zu klein, als es Herbst wurde und wegen der Witterung hatte ich dann auch keine Lust mehr, im Garten zu werkeln. Da sind die Möhren eben stehen geblieben. Aber es hat ihnen nicht wirklich geschadet. Trotz kaltem Winter habe ich mal probehalber im Januar bei frostfreiem Wetter ein paar Möhrchen gezogen. Nichts passiert, haben wie frische Möhren geschmeckt. Man sieht also, daß die Vegetationspause, wie ich das ja in einem vorherigen Beitrag mit dem Beispiel der Kartoffeln schon geschildert habe, nicht immer so ernst genommen werden muß. Probieren geht also über studieren!
Die Möhren haben dann irgendwann angesetzt, zu blühen. Es war ein Blütenmeer. Es reicht also, wenn man da 1 bis 2 Pflanzen stehen läßt, denn ich kann jetzt mit dem geernteten Samen ganze Landsmannschaften versorgen. Meine Evolutionslinie der Sammler ist wohl jetzt eindeutig bewiesen, denn zu den Jägern zähle ich mich nicht.

Doch zurück zum Mangold. In meinem Garten stehen so ungefähr 15 bis 20 Pflanzen, so genau habe ich noch gar nicht gezählt. Heute habe ich einfach mal bei ein paar Pflanzen die äußeren Blätter mit den Stielen abgeschnitten. Eine große Schale voll und da sieht man gar nicht, daß ich da was geerntet habe. Wir werden also in diesem Jahr noch viel Mangold essen können. Und das alles aus einem Samentütchen. Ein bis Zwei Euro für ein Jahr lang Mittagessen, vorausgesetzt, man kann ihn auch noch im Winter ernten, denn der treibt ja immer aus der Mitte weiter aus, so, wie das auch beim Spinat der Fall ist. Aber Spinat ist ein Herbst- und Wintergemüse. Den habe ich erst vor einer Woche gesät. Weil Spinat ein Kaltkeimer ist, hatte ich das Samentütchen vorher eine Woche im Kühlschrank. Dann den Samen in einer Schüssel Wasser aufquellen lassen und rein in die Erde. Mal sehen, was draus wird. Bis jetzt geht er ganz ordentlich auf und wenn ihn die Schnecken nicht verspeisen, können wir im Herbst und Winter Spinat essen, denn der gefriert nicht. Man kann ihn also auch noch unter dem Schnee ernten, was bei vegetarischer Kost ganz entscheidend ist.

Ich werde sehen, ob das beim Mangold ähnlich funktioniert. Wie gesagt, probieren geht über studieren.

Zubereitet haben wir den Mangold ganz einfach so:
Stiele abschneiden, in ca. 5 cm große Stücke schneiden und in einem großen Topf mit etwas Öl und Zwiebeln anbraten. Nach ca. 10 Minuten können die Blätter dazu gegeben werden, weil die ja schneller gar sind. Dann mit etwas Brühe auffüllen und man hat noch eine schöne Soße dazu. So hat man schon nach ca. 20 Minuten ein leckeres Gemüsegericht fertig. Einfach ein paar Salzkartoffeln dazu und wie wir es heute gemacht haben, noch etwas Rührei. Fertig ist das vegetarische Gericht und es schmeckte einfach köstlich.

Leicht, lecker, gesund und fast kostenfrei. So will ich es haben! Und so kann ich es nur Jedem empfehlen.

Nachtrag 04.11.2015:
Wir haben zwischenzeitlich entdeckt, daß der Mangold noch viel besser schmeckt, wenn man an die Soße noch etwas klein geschnittenen Blauschimmelkäse ran gibt. Der zerläuft dann noch etwas in der Brühe, macht die Soße sämiger und der Mangold an sich schmeckt zarter und harmonischer. Probiert es aus!

 



1 Kommentar:

  1. Stilmangold ergibt zweimal ein Essen! einmal die Stile als Gemüse ala Spargel....in holländischer Soße, und dann den Mangold als Spinat! :D Tipp: erst die Stile... die sich gern dunkel verfärben. den Tag zwei dann die grüne Blattmasse. :)
    und ihr habt den Garten am Haus? dann nichts wie ran an die Wintergärtnerei! weniger gießen... bis gar nicht... keine Schnecken die einen ärgern... :D bei mir wachsen Radieschen, Spinat, Feldsalat, Portulak im Hochbeet bzw. im Gewächshaus.... auch im Balkonkasten. Guck mal bei Youtube "die Kleingärtnerei".... :) tolle Empfehlung. da hab ich noch viel gelernt. herzliche Grüße

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