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Schneeflocken

Montag, 26. August 2013

Holunderbeerensuppe – im Sommer erfrischend – im Winter gegen Erkältung

Als zu den diesjährigen Hitzerekorden mittags der kleine Hunger aufkam, hätte ich mir eine erfrischende Kaltschale gewünscht. Viel Hunger hat man im Hochsommer sowieso nicht. Doch aus was macht man sich eine Kaltschale, wenn die Hitze noch vor der Beerenreife kommt und man nicht auf gekauftes Obst zurückgreifen will, weil ich ja schließlich so oft wie nur möglich auf das Geldausgeben verzichten will. Ja, da hätte ich mir gewünscht, daß ich schon im letzten Jahr richtig vorgesorgt hätte. Doch da habe ich aus den Holunderbeeren nur Sirup und Gelee gemacht und der Gelee ist mir dann auch nicht gut gelungen, denn er ist nicht geliert, war einfach nur eine fast flüssige Brühe. Da bin ich im letzten Jahr beinahe darüber verzweifelt, weil ich zwei volle Tage von früh bis abends in der Küche gestanden habe und die Gläser immer wieder aufgemacht, den Inhalt wieder erhitzt habe, gefühlte tonnenweise Gelatine rein geworfen habe, weil ja schon jede Menge Zucker drin war, und es ist trotzdem nicht geliert. Im Internet habe ich dann gelesen, daß das wohl auch vielen Anderen so gegangen ist, weil eben Holunderbeeren nicht viel Säure haben. Da hätte ich eben mehr Zitronensäure ran machen sollen.

Aber wie das eben so ist, der Holundergelee, der kein Gelee geworden ist, hat hervorragend im Joghurt geschmeckt mit etwas Zitronenraspel aus der gefrosteten Zitronenschale. Nun ist der Gelee, der kein Gelee geworden ist, längst aufgefuttert und in diesem Jahr teile ich die Holunderbeeren besser auf. Außerdem habe ich in diesem Jahr auch viel mehr Erdbeer- und Johannisbeer-Marmelade und Gelee gemacht, so daß ich nicht ausschließlich auf die Holunderbeeren angewiesen bin. Die Marmelade dürfte also fast reichen, um schön frühstücken zu können.

Nun kann ich also die leckere Kaltschale für das nächste Jahr vorbereiten.

Schon von Weitem leuchten jetzt die Holunderbeeren in ihrem dunklen Aubergine, die Beeren glänzen und lassen einem das Wasser im Munde zusammenlaufen. Also bin ich in den letzten Tagen mit einem Wassereimer und einer Schere losgezogen und habe von einem Baum, der schön frei steht und den ganzen Tag die volle Sonne abbekommt, die Beeren gepflückt. Das geht recht schnell, einfach die Dolden abschneiden. Da war der Eimer umgehend voll, denn ich will ja immer eine Jahresproduktion machen, damit ich nicht so oft die Arbeit der Zubereitung habe.

Mit dem vollen Eimer wieder zu Hause angekommen, habe ich Wasser darüber laufen lassen um die Dolden zu waschen. Es soll ja Leute geben, die sich die Mühe machen und jede Beere von den Dolden mit einer Gabel abstriffeln. Ich kann da nur sagen, das ist Arbeitsbeschaffungsmaßnahme. Bei mir kommt das nicht in Frage. Ich weiß zwar, daß die Beeren und auch die Doldenstränge ein Gift haben, was in den rohen Beeren und den grünen rohen Strängen drin ist aber beim Kochen wird dieses Gift zerstört, also warum sollte ich mir die Arbeit machen, wenn ich die ganzen Dolden kochen und damit das Gift zerstören kann? Man muß sich ja nicht mehr Arbeit als unbedingt notwendig machen.

Ich habe also die Dolden in den größten Topf gegeben, den ich hatte. Das passen ca. 10 Liter rein. Solche Töpfe braucht man mindestens, wenn man Jahresproduktionen machen will. Den Topf, wenn er voll ist, maximal zur Hälfte mit frischem Wasser füllen und zum Kochen bringen. Ich schnipsele dann noch 2 bis 3 Äpfel rein, weil die etwas den herben Geschmack der Beeren harmonisieren. Auch 2 bis 3 gefrostete Zitronenhälften kommen mit rein. Die sammle ich ja das ganze Jahr über für solche Zwecke und froste sie ein.
Dann alles 15 bis 30 Minuten kochen. Wenn die Beeren sich so langsam auflösen, ist der Sud fertig. Mit dem Kartoffelstampfer zerdrücke ich den Trester noch mal kräftig, damit auch der ganze Saft aus den Beeren herauskommt. Dann lasse ich alles abkühlen und über Nacht stehen, damit es auch richtig durchziehen kann. Am nächsten Tag wird der Trester mit einer Kelle herausgefischt und in ein Sieb gegeben, damit ich den herauslaufenden Saft noch mit nutzen kann, denn er ist zu wertvoll und zu gesund, um auch nur einen einzigen Tropfen zu verschwenden. Der Sud wird dann durch ein Sieb in einen anderen großen Topf umgeschüttet, damit man sicher gehen kann, daß man keine Reste von den Dolden oder von den Beerenkernen mehr im Sud hat. Man sollte also immer mindestens zwei so große Töpfe im Haushalt haben.

Den Sud kann man nun während des Erhitzens ganz nach Geschmack würzen.
Ich tue da etwas Zimt, ein paar im Mörser zerstoßenen Nelken dazu, eine gehörige Portion brauner Rohrzucker darf natürlich nicht fehlen, denn das ist eine süße Suppe und ein Gaumenschmaus für Süßmäuler, wie ich es bin. Ich habe diesmal noch 4 Tütchen Zitronensäure dazu gegeben, damit es schön erfrischend schmeckt. Genau richtig für eine Kaltschale im nächsten Hitzerekord.
Damit es etwas sämig wird, habe ich in den heißen Sud noch 3 Päckchen in etwas Wasser angerührtes Vanillepuddingpulver gegeben und das dann nochmal aufkochen lassen. Man kann es auch mit Milch anrühren, so wie man normalerweise Pudding macht, das ist Geschmackssache. Auf alle Fälle macht die Milch die Suppe etwas harmonischer im Geschmack. Ich hatte aber keine Milch da, weil wir ja sonst keine Milch trinken, da mußte es eben auch mit Wasser gehen. Es kommt auch hauptsächlich nur auf die Stärke und den Vanillegeschmack an.

Wenn die Suppe so gut schmeckt, daß man am liebsten gleich einen Teller davon essen möchte, dann kann man das natürlich tun. Ich wollte aber erst mal die Vorräte schaffen. Den nächsten Eimer voll Holunderbeeren kann ich ja dann gleich genießen. Jetzt werden aber erst einmal die Einkochgläser vorbereitet. Ich habe mir zu genau diesem Zweck, nämlich große Mengen an Suppe oder ähnlichem Vorrat, große Einkochgläser gekauft. Müßten so schätzungsweise 3 Liter reinpassen. So richtig mit Einkochringen, so wie das früher bei meiner Mutter üblich war. Nun kann einer spötteln, daß das ja wie im Mittelalter ist, soll er doch. Ich bin der Meinung, daß früher nicht alles schlecht war, was man gemacht hat. Und Vorratslagerung war eine Grundvoraussetzung für eine gute Hausfrau, denn man hatte immer etwas da. Und da ich prinzipiell davon ausgehe, daß hier mal ein großer Stromausfall oder ähnliches kommt und keiner was zu essen hat, der keinen Vorrat angelegt hat, da will ich jedenfalls für Notzeiten was da haben, was man im E-Fall schnell mal auf dem Ofen warm machen kann, wenn der E-Herd keinen Mux mehr von sich gibt. Und eine schöne heiße Suppe tut auch der Seele gut. Das war schon immer so und das wird auch immer so bleiben.

Aus dem Grund war für uns auch bei unseren Umzugsplänen ein Herd das Kriterium, ob wir diese Wohnung nehmen oder nicht. Wir haben also ganz zielgemäß gesucht, um für Notzeiten ausgerüstet zu sein.

Die kochende Holunderbeerensuppe habe ich also mit einer Schöpfkelle in die heiß ausgespülten Gläser gegeben. Damit die Gläser nicht so verkleckern, habe ich mir im letzten Jahr bereits so einen Einfüllstutzen gekauft. Der ist etwas breiter als ein normaler Filter und auch das Loch in der Mitte ist etwas breiter. So kann man schön einfüllen. Dann noch die Glasränder mit einem feuchten Tuch abwischen, was allerdings, genau wie zum Ausspülen der Gläser, kein Geschirrspülmittel dran haben darf, sonst gehen die Gläser wieder auf und alles war für die „Katz“.

Ein großes Glas habe ich richtig eingekocht, da habe ich wieder einmal festgestellt, daß meine großen Töpfe noch nicht groß genug sind und vor allem nicht hoch genug, daß so große Gläser hineinpassen. Ich mußte also einen Kompromiß eingehen. In einem einzigen Topf hatte ich die Maße, daß wenigstens in der Mitte ein so großes Glas hineingepasst hat, weil der Deckel nicht glatt sondern in der Mitte nach oben gewölbt war. Also hab ich diesen Topf genommen, um wenigstens ein großes Glas einkochen zu können. Den Rest der Suppe habe ich in kleinere Twist-Off-Gläser versenkt. Die sind natürlich leichter zu handhaben, kochende Suppe rein, Deckel drauf und fertig. Nach einer Weile hat jedes Glas schön geknackt und das war das Zeichen, daß es richtig zu ist, denn dann besteht Vakuum. Nun muß man nur noch die Gläser in Ruhe lassen, bis sie kalt sind. Noch beschriften, daß man weiß, was drin ist, die Jahreszahl drauf schreiben und dann?

Ja dann kann man sich nur noch auf die Zeit freuen, wo man mal keine Lust hat, zu kochen oder es einfach zum Kochen zu heiß ist. Und dann gibt es süße fruchtig leckere Holunderbeerensuppe. Wer es mag, macht noch ein paar Croutons drauf, kann man auch aus älteren Brötchen selbst schneiden und in der Pfanne rösten. Ist absolut lecker und sooo gesund!

Guten Appetit!




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